Australien-Buch – Auflage 2

Mittlerweile gibt es eine zweite Auflage unseres Australien-Buches, da ich etwas an der Qualität des bedruckten Hardcovers zu bemängeln hatte. Blurb hat sich hier sehr kulant gezeigt und nach einem zweiten kostenlosen Exemplar, welches leider den gleichen Mangel aufwies, einen überaus großzügigen Gutscheincode über 120 Euro zur Verfügung gestellt. Des Weiteren wurden die Kosten für das erste buch komplett zurück erstattet. Somit hatte ich die Gelegenheit, in der zweiten Auflage noch ein paar Fehler zu korrigieren, dazu noch Premium-Papier und einen Leineneinband bestellen. Des Weiteren wuchs die zweite Auflage von 134 Innenseiten auf 156 Innenseiten. Und ich kann nur sagen, es ist ein Prachtexemplar geworden. Ich bin sehr stolz darauf!

Eine Vorschau kann wieder unter Blurb angeschaut werden: http://de.blurb.com/assets/embed.swf?book_id=2996733&locale=de_DE

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Das Reistagebuch ist fertig

Es hat etwas länger gedauert, bis ich mich entschieden habe, wo ich unser Buch erstellen lasse.
Ich habe mich dann letztendlich für den Premium-Hersteller „blurb“ entschieden, da dieser Hersteller mit seinem professionellen InDesign-Plug-In sehr vertrauenserweckend erscheint. CEWE und andere Seiten kamen für mich nicht in Frage, da ich Wert auf Registerhaltigkeit etc lege.
Eine Vorschau ist unter dem folgenden Link anzusehen:Australien 2011 by Markus Scheuermann | Make Your Own Book

Freitag, 14.10.2011 – Rückreise

Heute ist Abreisetag. Wir schliefen heute länger als gewöhnlich und wachten erst um kurz vor halb 9:00 Uhr auf. Ein paar Dinge mussten noch in den Koffer und dann frühstückten wir erst einmal in Ruhe. Als wir dann fertig waren, checkten wir um kurz nach 10:00 Uhr aus und gingen danach noch einmal in die Stadt zum Hafen und sagten der Oper auf Wiedersehen. Dann kauften wir noch ein paar Souvenirs. Ari bekam endlich ihren Schal und die Mütze in Australien-Farben.

Wir gingen gegen 13:30 Uhr zurück zum Hotel und fuhren dann mit dem Taxi zum Flughafen. Das war fast billiger, als mit dem Shuttle-Bus und vor allem auch noch wesentlich schneller. Nach knapp 30 Minuten waren wir bereits angekommen und mussten für die Fahrt 42 Dollar bezahlen.

Am Check-In erfuhren wir dann, dass die Maschine nicht wie geplant um 16.50 Uhr startet, sondern schon um 15:40 Uhr. Boarding-Time sollte 14:50 Uhr sein. Da hatten wir ja noch einmal Glück gehabt. Nur eine Stunde warten. Wir gingen noch einmal zu Subways und aßen dort ein kleines Sandwich und danach zum Zoll. Was für eine Schlange!!! Da konnte ja noch knapp werden…

Nach einer knappen halben Stunde waren wir dann endlich am Schalter angekommen und konnten die Pässe kontrollieren lassen. Danach wurde das Gepäck durchleuchtet und wir konnten direkt zu unserem Gate gehen. Leider hatte Ari unser Handgepäck stehen lassen und hastete wieder zurück. Nur noch ein paar Minuten bis zum Boarding und Viki musste noch eine Windel verpasst werden.

Als Ari dann endlich wieder zurück war, startete sie direkt mit Viki zum Klo. Um 15:00 Uhr hatte das Boarding noch immer nicht begonnen und wir wunderten uns ein wenig, bis die Durchsage kam, dass auf Grund von technischen Problemen, die Boarding-Time auf 16:00 Uhr und der Abflug auf 16:20 Uhr verschoben werden müsste. Jetzt saßen wir hier und harrten der Dinge…

Um 17:05 Uhr konnten wir dann endlich einsteigen und nach weiteren 45 Minuten hoben wir dann endlich in Richtung Singapur ab. Die Flugzeit wurde mit 7 Stunden und 20 Minuten angegeben und so hatten wir jetzt schon eine Stunde verloren. Der Flug verging aber recht schnell. Viki schlief die meiste Zeit, nachdem sie sich Mr. Popper’s Pinguine anschaute. Ari schaute den gleichen Film und ich vertrieb mir die Zeit mit Pirates of the Caribian – Teil 4, dann mit Senna und danach ebenfalls mit Mr. Popper’s Pinguinen. Um 22:20 Uhr Ortszeit landeten wir in Singapur und mussten die Maschine verlassen, obwohl wir mit dem gleichen Flugzeug eine Stunde später weiterfliegen würden.

Durch den verspäteten Start brauchten wir nur eine Stunde auf dem Flughafen zu warten, bevor wieder Boarding-Time war und um kurz nach Mitternacht hoben wir zum 12 Stunden-Flug nach Frankfurt ab.

Auch dieser Flug lief recht problemlos ab, bis auf die Tatsache, dass Ari und ich uns kaum bewegen konnten, da Viki sich über uns beide breit machte. Ich schaute zwei weitere Filme Thor und Green Lanterna und konnte auch ein wenig schlafen, jedoch längst nicht so viel wie auf dem Hinflug. Das Essen war auf beiden Flügen wieder nicht besonders gut, so dass ich auf die warme Mahlzeit verzichtete. Ich wusste ja eh, dass von Viki auf alle Fälle etwas übrig bleiben würde.

Die 12 Stunden verbrachte Ari auch noch einmal damit, das Dutyfree-Heftchen zu studieren und fand, was ja niemand mehr glauben wollte, ein verspätetes Geburtstagsgeschenk in Form einer neuen Uhr.

Wir hatten auf dem Flug noch ein wenig Zeit aufgeholt und so nur knappe 20 Minuten Verspätung, als wir in Frankfurt um 6:25 Uhr landeten. Das war allerdings viel zu spät, um noch den ICE nach Göttingen, um 7:42 Uhr zu bekommen. Wir brauchten dann auch noch bis kurz nach 8:00 Uhr bis wir im Terminal 1 angekommen waren und unsere Tickets hatten. Danach hatten wir noch ein wenig Zeit für einen Kaffee und riesige Cookies bei Starbucks zu einem, im Vergleich zu den letzten Wochen, sensationell günstigen Preis…

Dann kam der Zug, der wegen der Frankfurter Buchmesse bis zum Rand gefüllt war, so dass wir uns in das Bistro setzen mussten. Nach knapp 2 Stunden kamen wir in Göttingen an und wurden bereits von Ari’s Eltern erwartet. Das war ein großes Hallo und damit endet auch bereits der letzte Tagesbericht von einem ereignisreichen und wirklich tollen Urlaub.

Als kleines Fazit können wir beide nur sagen, dass eigentlich alles wunderbar geklappt hat. Im Rückblick müssen uns auch eingestehen, dass wir ein super braves und liebes Kind hatten, dass die meisten Dinge klaglos über sich ergehen lassen hat. Klar gab es stressige Situationen, wo wir ans „verkaufen“ gedacht haben, aber im Grossen und Ganzen hätte es eigentlich nicht besser laufen können. Man muss sich auch immer mal wieder in Erinnerung rufen, wie alt Viki erst ist.

Ein kleinen negativen Beigeschmack haben die sehr hohen Nebenkosten verursacht und Ari möchte auch erst einmal nicht an einen weiteren Urlaub in Australien denken. Klar, es gibt ja auch noch viele andere Dinge zu entdecken…

Donnerstag, 13.10.2011 – Sydney

Letzter Urlaubs-Tag in Sydney und damit auch unserer 4-wöchigen Australienreise. Wir sind wieder gegen 8:00 Uhr aufgestanden. Dieses Mal war der Himmel bedeckt. Na super, ausgerechnet heute, wo wir mit dem Explorer-Bus nach Bondi-Beach fahren wollen! Egal! Wir machten uns erst einmal fertig und frühstückten mit Frosties und Kaffee. Nachdem wir dann unser Marschgepäck gepackt hatten, machten wir uns auf den Weg. In der Rezeption erklärte man uns, dass der beste Ort zum Ticketkauf am Stop 1, Circular-Quay wäre.
Da ich aber gestern „leider“ ein neues Fahrradgeschäft mitten in der City entdeckt hatte, machten wir vorher noch einen Abstecher in die entgegengesetzte Richtung. Dort angekommen, quollen mir ein wenig die Augen über. So eine tolle Auswahl hatte ich ja noch nie gesehen. Aber ich wollte ja nicht irgend ein Team-Trikot, sondern etwas, was mich immer an diesen Urlaub erinnern würde. So schaute ich mir alle Trikots in Ruhe an und fand dann einige mit Werbung des Fahrradladens. In schwarz und in weiß, aber mir stach sogleich ein gelbes mit grünen australischen Tieren ins Auge. Ari fand dann noch ein anderes blau/grünes, aber preislich weit oberhalb meines „Souvenier-Limits“.
Ich probierte das gelbe Trikot in L dann an und entschied mich dann für die Nummer kleiner in M.
Als das Fundstück dann bezahlt war, konnte es zur Sightseeing Tour gehen. Wir liefen die George-Street bis zum Circular-Quay hoch und konnten auch gleich in den Bus einsteigen. Viki war dieses Mal frei und damit brauchten wir für das 24 Stunden Ticket „nur“ 70 Dollar bezahlen…
An der Oper stiegen wir dann aus uns liefen noch einmal durch die „Royal Botanical Gardens“ zum Government House. Langsam kam auch die Sonne raus, wobei es heute nicht richtig warm werden wollte.
Weiter ging es mit dem Bus bis zur Central Station. Hier stiegen wir wieder aus und warteten auf den Bondi-Beach Explorer-Bus, der knapp 20 Minuten später eintraf. Mit diesem ging es dann durch mehrere Bezirke nach Bondi-Beach. Hier stiegen wir aus und machten knapp 90 Minuten Pause am Strand. Ich muss jedoch sagen, dass dieser Strand nicht den erhofftenReiz ausgeübte. Bondi gehört zu den hippsten und coolsten Stränden ganz Australiens, wir haben jedoch weit aus schönere und reizvollere Strände im Norden gesehen. So reichte uns die hier verbrachte Zeit, bis der nächste Bus kam und uns an der Küste entlang, an ein paar wirklich tollen Skyline-Ausblicken zurück zur Central Station brachte. Hier stiegen wir aus und gingen zum City-Market-Center. Ein Überschwang an Klüngel und Souveniers erwartete uns hier und wir wurden abermals fündig. Wir kauften noch ein paar T-Shirts, Jacken und Kapuzen-Pullies als Erinnerung. Außerdem fanden wir einen Stand, an dem man Namen auf Cappies aufbringen lassen konnte. Da Viki ihre letzte Mütze in der Sösetalsperre versenkt hatte, war das eine gute Gelegenheit, eine neue machen zu lassen.
Um 17:30 Uhr verließen wir den Markt und marschierten durch Chinatown in Richtung Sky-Tower. Unterwegs sahen wir eine nette Bar, mit einer guten und günstigen Speisekarte. Da wir alle Schmacht hatten, wollten wir vor dem Tower noch etwas essen. Leider wurden wir wieder herausgeschickt, weil es sich um eine „Full licensed Bar“ handelte, in der Alkohol ausgeschenkt wurde. Da die Gesetze hier sehr streng sind und Personen unter 18 keinen Zutritt haben (auch nicht in Begleitung von Erwachsenen), waren wir schneller wieder draußen, als wir gedacht hätten. Also gingen wir mit leerem Magen zum Tower. Die Karten hatten wir ja direkt im Bundle mit den Eintrittskarten für das Aquarium gekauft.
Wir bekamen am Eingang eine 3D-Brille in die Hand gedrückt. Als erstes wird man in eine Art Stehkino geschickt. Wir wunderten uns ein wenig, warum der Boden nass ist, und suchten uns einen Platz. Als der Film begann, wußten wir ziemlich schnell, was es mit dem feuchten Boden auf sich hatte… Es handelte sich um eine Art „4D-Werbe-Film“ über Syndey. In der Handlung begleitet man einen kleinen Papageien bei seinem Flug über die wunderschöne Natur Australiens bis hin nach Sydney. Unterwegs „taucht“ man ein in das Great Barrier Reef und begegnet seinen Bewohnern. Das ganze wird durch Wasser- und Windeffekte verstärkt (deshalb auch 4D). Ein netter Trailer ist auf youtube zu finden.

Nach dem tollen Erlebnis steigt man dann in einen ziemlich engen Fahrstuhl und wird auf 250 Meter Höhe gefahren. Die Fahrt ist nicht so sensationell, wie im Q1, wo eine Kamera in den Fahrstuhlschacht zeigt und man so die rasante Fahrt erleben darf, aber oben angekommen wird man dafür mit einer gigantischen Aussicht über die Stadt belohnt. Man kann bis zu den Blue Mountains schauen, den Pazifik sehen uns das gesamte Hafengebiet inklusive Circular-Quay, Harbour Bridge und Oper bewundern. Einfach toll. Leider waren wir ein wenig früh dran und so wurde und die Zeit bis zur Dunkelheit zu lang. Um 19:00 Uhr fuhren wir wieder nach unten, da wir ja noch etwas essen mussten. Hier hatten wir uns wieder für Sakura im Harbourside entschieden.
Ari aß dieses Mal Honey-Chicken mit Reis und ich aß das süß-saure Chicken ebenfalls mit Reis. Viki begnügte sich mal wieder nur mit Reis. Die Portionen waren wieder einmal gigantisch, so dass weder Ari noch ich aufaßen.
Auf dem Rückweg entschieden wir, dass ich noch einmal alleine ein paar Nachtaufnahmen an der Oper machten könne. Nachdem ich die beiden Mädels am Hotel abgeliefert hatte, lief ich direkt weiter und machte von The Rocks aus, ein paar schöne Fotos.
Danach machte ich mich auf auf den Rückweg und war um kurz nach 21:00 Uhr wieder auf dem Zimmer. Viki war schon bettfertig und Ari begann bereits die Koffer für unsere morgige Rückreise zu packen. Nun ist es 22:45 Uhr und wir gehen nun auch ins Bett

13.10.2011: Sydney

Mittwoch, 12.10.2011 – Sydney

So langsam neigt sich der Urlaub dem Ende zu. Und was soll ich sagen, eigentlich freue ich mich auch schon wieder ein bisschen auf zu Hause.
Heute hatten wir ein volles Programm. Trotzdem schliefen wir so lange, wie wir konnten. Gegen 8:15 Uhr machte Ari aber ein wenig Druck und so stand ich als erstes auf. Da wir aus unserem Zimmer direkt in das Fenster eines Bürogebäudes blicken können, beließen wir es mit einem kurzen Wettercheck und machten die Gardinen wieder zu. Die Sonne schien bereits von einem wolkenlosen Himmel. So entschied ich mich zur Kombination aus kurzer Hose und sicherheitshalber langer Jacke. Alternativen dazu hatte ich ja nicht, da der Souvenier-Pulli noch immer im Geschäft hing.
Nachdem wir uns fertig gemacht hatten und zum Frühstück eine Tasse Kaffee mit einem Cookie genossen hatten, machten wir uns auf den Weg zum Circular Quay. Von hieraus nahmen wir die Fähre zum Toronga Zoo. Wir kauften am Fährschalter einen Kombipass, der uns „schlappe“ 123,50 Dollar kostete. Darin enthalten war die Fährhinfahrt/-rückfahrt, die Fahrt mit der Air-Safari, einer Seilbahn, mit der man zum Eingang gelangt und der eigentliche Zooeintritt. Der Toronga-Zoo ist auf einem Berg angelegt und man geht durch verschiedene Themenwelten von oben nach unten, bis man schließlich wieder am Fähranleger ankommt.
Von der Fähre aus, hatten wir einen super Blick auf die Skyline mit immer neuen Perspektiven, um so weiter man sich vom Hafen entfernt. Das absolute Fotomotiv war natürlich Harbour Bridge und Oper. Nach gut 15 Minuten kamen wir auf der anderen Seite des Hafenbeckens an und stiegen sogleich in die Seilbahn ein.
Wir schwebten dem Eingang entgegen und konnten uns bereits einen kurzen Überblick über die Gehege und die Anlage machen. Oben angekommen, kauften wie den Tour Guide und erhielten dazu eine detaillierte Karte. Man folgt einfach dem Hauptweg und kann dann von dort aus in die einzelnen Themenwelten abbiegen. Soweit die Theorie.
Wir schafften es geordnet nur bis Themenwelt 2 und bogen dann durch eine Abkürzung verkehrt ab und landeten in der 7. Themenwelt… Nachdem wir wieder auf dem „richtigen“ Pfad waren, folgten wir nun ebenfalls dem Hauptpfad und von nun an, klappte es besser.
Die Sonne brannte ziemlich. Eine nette ältere Dame, bei der man Echsen anfassen durfte, fragte uns, ob wir denn auch gut mit Sonnenschutz eingecremt seien!?! Doch leider hatten wir an Sonnencreme irgendwie gar nicht gedacht…
Viki lief artig mit, bis auf einige Male, wo wir sie kurz daran erinnern mussten, dass wir ihre Eltern sind, die sie wieder mit nach Deutschland nehmen müssen. Sie schloss sich nämlich einige Male anderen Kindern an und rannte einfach mit, auch durch Gehege, wo man sich leicht aus den Augen verlieren kann.
Zum Mittag aßen wir Fish & Chips und gingen weiter durch die Tiergehege. Die meisten Gehege waren wirklich sehr schön angelegt und man konnte auch soweit wir das beurteilen können, keine „gestörten Tiere“ sehen, die nur im Kreis laufen oder andere Auffälligkeiten zeigten.
Um 14:20 Uhr waren wir mit den Sehenswürdigkeiten durch, denn Hühner, Hasen und Ziegen können wir auch zu Hause sehen. Wir erreichten gerade noch die Fähre um 14:30 Uhr, mit der wir wieder zum Circular Quay fuhren. Es standen ja noch einige andere Dinge auf dem Programm… Der Himmel hatte ich ziemlich zugezogen und wir waren froh, dem Sonnenbrand entgangen zu sein.
Auf der Rückfahrt kamen wir kurz mit einem älteren Pärchen aus Brisbane ins Gespräch, dem Viki wieder ihre ganzen Englischkenntnisse darbot.
Im Hafen angekommen, machten wir uns auf die Suche nach einem Supermarkt, da wir noch etwas zu trinken brauchten. Wir fanden einen City-Woolworth und kauften dort dann auch gleich noch etwas zum frühstücken. Da der Rucksack jetzt doch recht voll war und es gerade ein wenig zu regnen begann, brachten wir die Sachen schnell zum Hotel, da das auf unserer geplanten Route zum Queen Victoria Building lag. Im Hotel tranken wir noch schnell eine Tasse Kaffee. In dieser Zeit verzog sich die Schlecht-Wetterwolke bereits wieder.
Im QVB angekommen, machten wir die Feststellung, dass hier leider nichts unserem „Anspruch“ genügt und so verließen wir ohne Ausgaben das Gebäude sogleich auf der anderen Seite wieder, jedoch nicht ohne ein paar Schnappschüsse zu machen, da diese wenigstens erschwinglich waren 😉
Da sich die Zeiger so langsam auf 17:00 Uhr zubewegten, gingen wir weiter in Richtung Aquarium, wo wir heute noch einmal etwas genauer gucken wollten. Netterweise hatte uns der Kassierer ja gestern umsonst reingelassen. Am Aquarium angekommen, schauten wir uns alle Becken noch einmal in Ruhe an und Viki war echt total begeistert und ließ sich erstaunlicherweise auch richtig Zeit zum gucken.
Danach hatten wir Mama- und Papa-Zeit vereinbart, da wir noch nach ein paar Souveniers suchten und auch noch einmal nach einem verspäteten Geburtstags-Geschenk gucken wollten. Dazu gingen wir in das Einkaufszentrum „The Harbourside“, welches auf der anderen Seite von Darling Harbour liegt. Hier waren dann mehr Geschäfte nach unserem Sinn. So konnten wir ein paar Australia-Textilien für 50% des Circular-Quay Preises kaufen. Für Viki fanden wir eine Gelb-/grüne Australia-Jacke und ein pinkes T-Shirt und für mich einen neuen Kapuzen-Pulli. Außerdem kauften wir für Ari einen neuen schwarzen Ring, den sie sich im letzten Australien-Urlaub ebenfalls ausgesucht hatte, der ihr aber zu Hause leider sehr schnell kaputt ging. Zur Sicherheit kauften wir ihn dann gleich zwei Mal. Außerdem fand sie ein Portemonaie von Roxy, was fast so groß wie mein Rucksack ist…. 😉
Im unteren Geschoss befand sich ein Foot-Court. Wir entschieden uns zum Abendbrot für ein japanisches Schnellrestaurant, welches frische Speisen aus dem Wok anbot. Ari bestellte sich Nudeln mit Gemüse und ich nahm gebratenes Beef mit Gemüse und Reis. Viki aß von uns beiden mit und fand es sogar richtig lecker. Das ganze sogar für einen guten Kurs von unter 20 Dollar und das bei riesigen Portionen.
Danach machten wir uns so langsam auf den Rückweg. Den geplanten Sydney-Tower Besuch verschoben wir, auf Grund von ersten Erschöpfungsanzeichen ;-0 Um 20:30 Uhr kamen wir im Hotel an und holten erst einmal Luft. Viki malte noch eine halbe Stunde und ging dann ins Bett. Sie schlief auch bereits nach wenigen Minuten ein. Jetzt ist es schon wieder 22:15 Uhr und nun geht es auch für uns ab in die Falle, damit wir für morgen wieder fit sind für unseren letzten kompletten Australien-Tag…

12.10.2011: Sydney

Dienstag, 11.10.2011 – Blue Mountains -> Sydney & Ari’s Geburtstag

Heute hat Ari Geburtstag! Um 7:30 Uhr klingelte der Wecker und ich gratulierte ihr als erstes.
Viki wollte dann auch zum kuscheln kommen und kroch unter unsere Decke. Die Nacht im Zimmer war kalt und Ari musste sich noch eine zweite Decke holen. Beim Aufstehen stellten wir dann fest, dass die Klimaanlage auch heizen könnte, wenn die Fernbedienung funktionieren würde…
Wir machten uns fertig und frühstückten unsere letzten Crunchy Nuts, dazu eine Tasse Kaffee.
Danach packten wir zum letzten Mal unsere Sachen in das Auto und fuhren direkt zur Scenic-World, wo wir die Attraktionen der Blue Mountains erleben wollten. Dort kauften wir uns ein Kombitiket, mit dem wir alle drei Bahnen (er)fahren konnten. Die Scenic-World (http://www.scenicworld.com.au/) besteht aus der „Scenic Railway“, der steilsten Seilzug getriebenen Bahn der Welt mit einem maximalen Gefälle von 52 Grad, der Scenic-Cableway“, einer Seilbahn, die ebenso steil wieder auf den Berg hinauf schwebt und der „Scenic-Skyway“, einer weiteren Steilbahn, die über eine 270 Meter tiefe Schlucht schwebt. Das Ticket kostete für uns drei 70 Dollar. Zuerst fuhren wir mit der „Scenic-Railway“ nach unten. Die Sitze waren ein wenig nach hinten positioniert, so dass man eine leichte Liegeposition hatte. Dazu hatte man vor sich eine Fußbank, auf der man sich abstützen konnte. Wenige Minuten später, wussten wir warum. Ein Wahnsinn, wie steil diese Bahn herunterfuhr. Man überwindet in nur knapp 60 Sekunden 250 Höhenmeter über eine Länge vor nur 450 Metern.
Unten angekommen, hatte man dann die Möglichkeit, die Vegetation der Blue Mountains näher zu erkunden. Hierzu gibt es drei verschieden lange Wege, die über Holzpfade knapp über den Boden hinweg führen. Informationstafeln, erklären die Flora und Fauna. Des Weiteren hätte man ebenfalls die Möglichkeit, von hieraus das komplette Tal zu durchwandern und zum krönenden Abschluss die Giant Stairways nach oben zu kraxeln. Das war aber für unseren Zeitplan zu eng und für Viki eh nicht machbar. So entschieden wir uns für die längste Tour, die in etwa 50 Minuten dauerte. Am Ende des Rundwanderweges angekommen, stiegen wir in die „Scenic-Cableway“ und fuhren wieder zum Ausgangsort zurück. Geschickterweise wird man immer durch einen Souvenirbereich geführt und so können – hauptsächlich Japaner – nicht umhin, doch das ein oder andere überteuerte Mitbringsel einzukaufen. Als ob hier die einzige Möglichkeit zum Kauf von T-Shirts und Stofftieren wäre… Außerdem fiel mir wieder einmal auf, dass die Souvenirbranche doch ein wenig einfallslos geworden ist, da auch hier wieder T-Shirts mit den gleichen Motiven nur mit einem angepassten Ortsnamen versehen, verkauft werden.
Weiter ging es zur 720 Meter langen „Scenic-Skyway“, die uns von einer zur anderen Seite der Schlucht brachte. In der Mitte der Gondel gab es einen Glasboden, für Viki natürlich die Attraktion schlechthin. Man hatte einen grandiosen Blick auf die Katoomba-Falls, die Three Sisters und die gesamte Schlucht, die irgendwie einen Vergleich zu einem „bewaldeten Grand Canyon“ nahe legt. Nach knapp 2 Minuten waren wir auf der anderen Seite angelangt und liefen hier zwei kurze Wege zum Cliff-Lookout und zum Cascades-Lookout oberhalb der Katoomba-Falls. Da es bereits 10:45 Uhr war, machten wir uns anschließend auf den Rückweg und schwebten ein weiteres Mal über die 270 Meter tiefe Schlucht.
Danach hieß es gegen 11:30 Uhr Abschied nehmen, da wir ja heute noch den letzten Weg mit unserem Mitwagen nach Sydney antreten mussten.
Am Auto angekommen, wurde das Navi programmiert, welches aber leider unsere Autovermietung nicht kannte. Aber egal, erst einmal loskommen… Die Fahrt führte uns zum grossen Teil über Highways und nach knapp einer Stunde waren wir bereits in den ersten „Suburbs“ von Sydney angekommen. Zwei geplante Lookouts ließen wir ausfallen. Dann ging das Gewusel los, aber eigentlich fanden wir uns gut zurecht. Knapp 15 Kilometer vor dem Hotel, tankten wir das Auto noch einmal voll und fuhren dann zum Hotel. In der Innenstadt war dann natürlich richtig was los und wir mussten zwei Mal kreiseln, bis wir das Hotel fanden und ich eine Möglichkeit hatte, Ari rauszulassen. Zuerst hielten wir am falschen Hotel an, einem schäbigen „Stundenhotel“, wie sich im Nachhinein herausstellte… Beim zweiten Versuch fanden wir dann das richtige Hotel und ich blieb frech im Halteverbot stehen, während Ari schnell versuchte herauszufinden, wo wir zum Koffer entladen parken könnten.
Nach kurzer Zeit war sie wieder draußen und wir konnten in die Tiefgarage des Hotels fahren. Nach dem Einchecken und Gepäck aufs Zimmer bringen, fuhren wir dann gleich wieder los, um das Auto los zu werden. Auch hier benötigten wir drei Anläufe, um endlich am richtigen Gebäude anhalten zu können. Das Auto musste dann in einer Tiefgarage abgestellt werden und wurde vor der Einfahrt von Sicherheitsbeamten untersucht. Da wir ja bereits alle Sachen herausgenommen hatten, ging dann alles ganz schnell und wir bekamen unsere Rechnung für den Kindersitz über 80 Dollar.
Autolos liefen wir zuerst in Richtung „Harbour Bridge“ und „Sydney Oper“. Hier durchquerten wir den „Royal Botanic-Garden“. Viki war schon ganz aufgeregt und als sie endlich die Oper sah, wollte sie unbedingt hinein. Wir hielten uns einige Zeit dort auf und machten Fotos. Das Wetter war herrlich und es war trotz eines kalten Windes die meiste Zeit gut ohne Jacke auszuhalten.
Um 17:00 Uhr steuerten wir auf „The Rocks“ zu und beschlossen bei einem Italiener mit gutem Blick auf die „Harbour Bridge“ zu essen. Es war zwar noch recht früh, aber wir wollten danach noch in das Aquarium. Ari bestellte eine Pizza, für Viki nahmen wir Spaghetti Bolognese und ich nahm, endlich mal wieder, einen Salat. Dazu noch einen Bruchetta und zwei Gläser Rotwein. Als das Essen kam, schauten wir uns an uns sagten beide gleichzeitig: „Und danach zu Hungry Jacks?“. Die Pizza ging als Kinderpizza durch und mein Salat war auch nicht wirklich groß. Es war aber wirklich lecker und außerdem Ari’s Geburtstag. Zum Schluss bezahlten wir für ein leckeres Essen 85 Dollar und waren auch tatsächlich satt. Weil wir Viki schon eine ganze Zeit ein Eis versprochen hatte, holten wir von McDonalds noch ein McFlurry und schoben dann am Hochseeterminal vorbei zu The Rocks. Hier wurde aber nur ein kurzer Stopp eingelegt, weil wir gleich weiter zum Aquarium wollten. Wir kamen dort um 19:15 Uhr an und beschlossen, gleich ein Kombipass mit Sydney Tower zu kaufen. Der Kassierer machte uns darauf aufmerksam, dass das Aquarium aber um 20:00 Uhr zumacht. Das wäre natürlich zu knapp und würde dieser tollen Attraktion auch gar nicht gerecht werden. Also sagten wir, dass wir die Tickets erst morgen kaufen würden. Aber der nette Angestellte sagte uns, wir könnten die Tickets auch heute kaufen, für die 45 Minuten kostenlos in das Aquarium gehen und morgen damit noch einmal rein kommen. Wir fragten noch einmal, ob wir das wirklich richtig verstanden hätten und er bestätigte. So liefen wir im Schweins-Gallop einmal durch das ganze Gewirr von Becken und landeten um kurz vor 20:00 Uhr am großen Becken und beobachteten noch ein paar Minuten die Haie.
Danach gingen wir quer durch die Stadt zurück zum Hotel. Zum Glück haben wir mit dem Travelodge ein sehr zentrales Cityhotel gebucht, von wo wir so ziemlich alles zu Fuß erledigen können. Jetzt sind wir alle ziemlich groggy. Es ist nun 22:00 Uhr. Ari und Viki schlafen bereits und ich mache jetzt auch die Augen zu.

11.10.2011: Blue Mountains -> Sydney

Montag, 10.10.2011 – Die Straße nach Putty oder The road to nowhere…

Heute morgen wurden wir vom Wecker vor dem Sonnenaufgang geweckt, denn wir hatten ja noch eine lange Fahrt vor uns. Um kurz vor 7:00 Uhr waren wir bereits fertig und das Auto war gepackt. Jetzt brauchte es nur noch 7.00 Uhr werden und wir konnten zum Frühstück gehen. Nach dem Frühstücken checkten wir aus und starteten unsere Fahrt in Richtung Newcastle. Von dort folgten wir unserer geplanten Route und fuhren nicht wie vom Navi vorgeschlagen, über den Pacific Highway. Das bedeutete zwar knapp 100 Kilometer Umweg, aber dafür auch die reizvollere Strecke. Wir durchfuhren Gebiete, die sehr an Deutschland erinnerten. Durch Weinanbaugebiete und Obstplantagen. Auch die Wälder ähnelten sehr der deutschen Vegetation, zumindestens aus der Autoperspektive. Die einzige alternative Strecke in Richtung Blue Mountains, die nicht nur mit Allradfahrzeugen zu befahren ist, ist die knapp 160 Kilometer lange „Putty Road“. Auf dieser waren wir bereits einige Zeit unterwegs, als plötzlich eine Leuchttafel darauf aufmerksam machte, dass die Straße gesperrt ist. Ich las die Warnung nur aus dem Augenwinkel, aber nach weiteren 20 Kilometern kam die Meldung ein weiteres Mal. Ich wurde langsamer und dort stand, dass die Straße von 10:30 – 11:30 Uhr gesperrt ist. Na super, da hatten wir es bereits kurz nach 10:00 Uhr. So wurde ein bisschen Gas gegeben, in der Hoffnung, dass wir noch vor der Sperrung durch die Baustelle kommen. Um 10:15 Uhr kamen wir dann an der Baustelle an und wurden von einem „Ampelmännchen“ mit Stopp-Schild erwartet. Er ließ uns auch ein paar Minuten warten, bis er uns durchfahren lies. Nach der Baustelle, wurde die Straße sehr schlängelig und steil. Das wäre ein echtes Radfahrer-Highlight gewesen. Landschaftlich mit der Auffahrt in den Harz zu vergleichen, bewegten wir uns auf die 800 Meter Grenze hin. Und kein einziges Schild deutete darauf hin, dass mit einer Ortschaft zu rechnen ist. Erst nach 80 Kilometern ging es nach Putty ab, dem Ort, der der Straße den Namen gab, aber selbst dieser lag nicht an der Straße selbst….
Es ging weitere 70 Kilometer weiter, bis wir endlich wieder in belebteres Gebiet kamen. Wer sich auf die Putty Road mit halb vollem Tank wagt, der wird wohl ins Schwitzen geraten, denn die einzige Tankstelle auf der Route ist leider abgebrannt.
Von der Putty Road fuhren wir über einige kürzere andere Abschnitte auf die „Bells Line of Road“. Eine wunderschöne Strecke, die aber nur sehr wenige Möglichkeiten für Stopps bot. Gerade an fototrächtigen Stellen, war überhaupt nicht daran zu denken, da diese Straße superschmal war. Ärgerlich, denn als Fahrer bekommt man ja sowieso nicht all zuviel von der Landschaft mit.
Die Straße wand sich immer höher und wir kamen über den Mt. Victoria, an dem auf einem Schild eine Höhe von 1044 Metern üNN. abzulesen war. Es ist schon komisch, wenn plötzlich Verkehrsschilder in Australien auf frostige Fahrbahnbedingungen aufmerksam machen…
In der Ortschaft Mt. Victoria angekommen, die im Übrigen die höchstgelegene Ortschaft der Blue Mountains ist, folgten wir einer Straße zum Victoria Falls Lookout. Schnell nach der Hauptstraße wurde aus der Straße eine Piste. Da hieß es durchhalten, da es laut Beschilderung und auch der Navitante nur noch 2,2 Kilometer bis zum Lookout sein sollten. Von wegen, die Piste wurde uns langsam unheimlich, nur leider war sie so schmal, dass an umdrehen nicht zu denken war. So setzten wir unsere Fahrt im Schritttempo fort, bis wir knapp 5 Kilometer von unserer Hauptroute entfernt waren. Hier gab es dann endlich eine Möglichkeit zum umdrehen, aber vom Lookout weiterhin keine Spur. Um uns nicht noch in Schwierigkeiten zu bringen, entschieden wir uns, unverrichteter Dinge wieder umzudrehen. Als wir heile wieder Asphalt unter den Rädern hatten, schworen wir uns, unserem Navi und den als „Touristische Attraktionen“ ausgezeichneten Punkten nicht mehr zu trauen. Naja, weiter geht es…
In Blackheath angekommen fuhren wir erst zum Govetts Lookout und dann zum Evans Lookout. Am Govetts Lookout kamen wir mit einem deutschen Pärchen ins Gespräch, die mit dem Camper durch Australien reisen wollen. Sie haben ein Worldtravel-Ticket und waren bereits 5 Monate in Europa unterwegs und sind nun über Tokio für 4-5 Monate nach Australien gekommen. Das Glück möchte ich auch noch einmal haben, so viel Zeit und Freiheit für eine solche Unternehmung zu haben.
Nach diesen beiden Lookouts fuhren wir erst einmal in unser Hotel, da es bereits kurz nach 15:30 Uhr war. Wir checkten ein und zogen uns nur kurz um, um keine Zeit zu verlieren. Nach 15 Minuten saßen wir bereits wieder im Auto, denn wir wollten heute noch unbedingt mit der Seilbahn fahren. Am Echo-Point angekommen, mussten wir für das Parken erst einmal 4,60 Dollar bezahlen. Pro Stunde von 9-17 Uhr wurden hier 4,80 Dollar fällig. Welch ein „Glück“ dass wir mit 4,60 Dollar bereits über 17 Uhr hinauskamen…
Am Echo-Point hatten wir dann einen tollen Ausblick auf die Three Sisters. Wer sich jedoch Katoomba als kleines verschlafenes Nest vorstellt, so wie vielleicht die kleinen Örtchen in den Naturschutzgebieten, der hat sich tief geschnitten. Völlige Vermarktung steht hier auf dem Programm und der Ort wächst mit dem Tourismus. Mittlerweile führt ein Highway von Sydney aus hierher…
Trotzdem ist der Ausblick grandios! In der Information wurde uns auf Nachfrage dann mitgeteilt, dass die letzte Seilbahn um 16:50 Uhr nach unten ins Tal fährt. Das wäre uns aber viel zu knapp geworden und so beschlossen wir, dieses Unterfangen auf morgen zu verschieben. Hoffentlich hält sich das Wetter!
Wir machten zwei kleinere Wanderungen, zu den Three Sisters und zum Ende der Giant Stairways. Hierbei handelt es sich um den Aufstieg aus dem Tal über 900 Treppenstufen. Man waren die Leute am Schnaufen, die es geschafft hatten. Das können wir mit Viki wohl leider vergessen. Zurück am Auto fuhren wir den Cliff Drive entlang, eine Straße, die direkt an allen Lookouts vorbei führt. Wir klapperten so einen nach dem anderen ab. Hierbei ist auf jeden Fall der Lookout „Leura Cascades“ erwähnenswert. Dieser führt an einem Wasserlauf entlang, bis dieser über mehrere hundert Meter in die Tiefe fällt. Hier ist man dann auch nicht mehr mit Menschenhorden unterwegs. Das lag aber vielleicht auch an der Uhrzeit. Wunderschön zu sehen, wie die Kakadus an den Rand der Wasserfälle geflogen kamen, um hier zu trinken.
Am Sublime Lookout trafen wir eine nette Frau, mit der wir ein wenig ins Gespräch kamen und die ein Familienfoto von uns machte. Auf dem Weg zum Parkplatz fragte sie uns, ob sie ein kurzes Stück mit uns mitfahren dürfe. Wir nahmen sie selbstverständlich bis zu ihrem Ziel dem „Waldorf Hotel“ mit. Danach fuhren wir schnell ein paar Kekse und was zu trinken einkaufen.
Auf der Rücktour zum Hotel hielten wir bei Subways an und aßen ein leckeres Baguette. Nachdem der Bauch gefüllt war, fuhren wir noch schnell tanken und danach in das Hotel. Es war bereits 20:00 Uhr, als wir im Zimmer waren. Nun ist es schon wieder 21:15 Uhr und wir hoffen, dass Viki jetzt irgendwann mal einschläft. Im Zimmer ist es schweinekalt und ich höre nun auch auf.

10.10.2011: Port Stephens -> Blue Mountains

Sonntag, 09.10.2011 – Port Stephens

Heute konnten wir wieder „ausschlafen“, da wir keine Ausflüge gebucht hatten. Allerdings war Viki bereits um kurz vor 8:00 Uhr wach und so war nicht mehr an schlafen zu denken. Die Nacht war außerdem sowieso nicht gerade erholsam. Als erstes ist das Bett in diesem Hotel zur Mitte abschüssig, so dass man sich ungewollt immer wieder ins Gehege kommt. Als Zweites hatten wir in der letzten Nacht ziemlich „aktive“ Zimmernachbarn, was Ari aber komischerweise nicht gestört/gehört hat (wo sie doch sonst immer die Flöhe husten hört)…
Da wir ja überraschenderweise Übernachtung mit Frühstück hatten, konnten wir, nachdem wir uns fertig gemacht hatten, zum Frühstücksbuffet gehen. Das war man wieder richtig schön!
Leider fand Viki wieder nicht das Richtige und fing erst mit Schokopops an, die Ari aufessen musste. Danach gab es dann einen kleinen Bissen Muffin, den Ari auch aufessen musste und zum Schluss ein wenig Wassermelone. Sie ist hier so mäkelig mit dem Essen, was wir ja eigentlich gar nicht von ihr kennen. Ich freute mich indes über einen frisch aufgebrühten Automatenkaffee!
Nachdem wir mit dem Frühstücken fertig waren, packten wir unsere Sachen und fuhren erst einmal zum Einkaufszentrum. Ich entdeckte hier gestern einen Fahrradladen, der heute ab 10:00 Uhr offen haben sollte. Hier hoffte ich auf das passende Mitbringsel. Leider hatte der Laden noch geschlossen.
So gingen wir in die gegenüberliegende Mall und schauten hier ein bisschen und da ein bisschen. Ari hat ja in wenigen Tagen Geburtstag und hat es immer wieder nach hinten verschoben, nach ihrem Geschenk zu schauen. So nutzten wir die Zeit und schauten uns bei einem Juwelier um. Sie fand dort auch eine Kette mit Herz, aber den Preis von 140 Dollar war sie nicht bereit zu zahlen und ich konnte sie auch nicht vom Gegenteil überzeugen. Also gingen wir ohne Geschenk aus der Mall wieder in Richtung Fahrradgeschäft, der nun auch endlich geöffnet hatte.
Drinnen bot sich klamottentechnisch eine nicht gerade üppige Auswahl von vielleicht 10 Trikots an. Keines war in mehreren Größen vorhanden, aber ich entdeckte ein grün/gelbes Australia-Trikot, welches genau das richtige Souvenir wäre. Der nette Eigentümer teilte mir mit, dass er das Trikot leider zur Zeit nur noch einmal in XL da hätte, da es ein sehr häufig verkauftes Mitbringsel für Touristen aus aller Welt wäre. Er bot mir dann seine Werkstatt als Umkleidekabine an und sagte, er würde es mir für „60 Bugs“ verkaufen. Ich hatte natürlich keine Hoffnung, dass mir XL passen würde. Ansonsten habe ich in Trikots höchstens L, aber was ein Wunder, es passte wie angegossen. So hatte ich mein Souvenier gefunden und war überglücklich. Nach dem Bezahlen gingen wir zurück zum Auto.
Unser nächster Zwischenstopp war am Tomaree-Nationalpark. Hier wollten wir auf den Tomarre-Lookout. Dieser lag hoch über Port Stephens. Teilweise musste man über steile Metall-Leitern nach oben klettern. Nachdem wir Viki ein „wenig aktiviert“ hatten, lief sie die Treppen auch „klaglos“ nach oben. Oben angekommen, bot sich uns wieder einmal eine tolle Aussicht, über die Port Stephens Waterways, die Buchten und traumhaften Stränden mit ihrem türkis-blauen Meer. Das Wetter schwankte von heiter und sonnig mit bis zu 26 °C und wolkig und windig.
Nachdem wir die Aussicht genossen hatten, machten wir uns wieder auf den Rückweg. Wir fuhren mit dem Auto wieder zurück bis nach Nelson Bay, wo wir an einem Kinderspielplatz direkt am Hafen eine Pause für Viki einlegten. So konnte sie ein wenig spielen. Derweilen konnten wir einen Delphin direkt im Hafenbecken ausmachen. Leider wollte sich das Tier nicht fotografieren lassen, denn als wir soweit waren, tauchte er nicht mehr auf.
Dafür ließen uns einige aufblasbare Wale, die an Stricken eigentlich zur Kinderbelustigung am Hafenstrand angebunden waren, schmunzeln. Direkt gegenüber starteten Whale-Watching-Touren und bei der „Befüllung“ der Catamarane stürzten die Leute direkt nach vorne, um die besten Plätze zu erhaschen. So saßen sie nun auf dem Boot und starrten in Richtung Strand. Nun stellten wir uns vor, dass das Boot so jetzt für 2 Stunden vor Anker liegen würde, und die Leute dann für so eine „Wahlbeobachtung“ 60 Dollar bezahlt hätten 😉
Wir wollten noch ein Stück Promenade entlang, da wir noch ein paar Postkarten kaufen mussten, als wir eine Hüpfburg entdeckten. Als Viki fragte, ob sie hüpfen dürfe, verneinten wir zuerst, da wir 5 Dollar für 10 Minuten ein wenig übertrieben fanden. Da sie dann aber jämmerlich weinte und sich mit den Worten beschwerte: „Alles, worauf ich mich freue, kostet Geld“, konnten wir nicht länger nein sagen und erlaubten es ihr dann doch.
Nach einiger Zeit mussten wir aber zurück zum Auto, da unser Parkschein ablief. So fuhren wir noch einmal zurück zum Einkaufszentrum, weil Ari ein wenig brammig war, weil sie immer noch nichts zum Geburtstag hätte. Leider fand sie aber auch beim zweiten Versuch nichts, versprach aber, jetzt nicht mehr störrisch zu sein.
So ging es weiter zum Gan Gan Lookout, der auch der gegenüberliegenden Seite der Halbinsel liegt. Auch von hier aus hatte man einen wundervollen Blick über die Gegend. Wir hatten Viki für den Nachmittag noch einmal Strand versprochen, wollten aber nicht zum gleichen, wie gestern, da Ari ein paar unschöne Entdeckungen zwischen den Standdünen machte. Wir hatten Angst, dass Viki eventuell in achtlos weggeworfene Flaschenreste tritt und sich die Füße aufschneidet. Der Weg führte uns zum One Mile Beach, den wir gestern auch schon einmal gesehen hatte. Am Parkplatz angekommen, schnappten wir uns die Badetasche und mussten nur durch ein kurzes Waldstück und standen vor eine 30 Meter hohen Standdüne. Oben angekommen, liefen wir knapp einen halben Kilometer, durch Sanddünen, bis wir das Meer sahen. Es gab hohe Wellen und so war dieser Strand mit Surfern bevölkert. Hier verbrachten wir ca. 1,5 Stunden, bis Viki von einer Welle umgerissen wurde und von oben bis unten nass war. Leider hatte sie ihre normalen Sachen und keine Strandbekleidung an. Somit war die Zeit hier abgelaufen und wir gingen zurück zum Auto.
Wir hatten Viki in ihren Schwimmanzug gesteckt, der noch voll mit dem feinen Sand von Whitehaven voll saß. Entsprechend sah nach einiger Zeit auch unser Auto aus. Wir fuhren zum Nelson Bay Lighthouse, welches aber nicht den Scharm eines alten Leuchtturmes hatte, sondern eine moderne Zentrale war, vergleichbar mit einem Flughafen-Tower. So fuhren wir recht zügig weiter und entschieden, das Auto vollzutanken und bei der Gelegenheit gleich einmal auszusaugen und zu waschen.
Auf dem Rückweg zum Hotel kauften wir bei Mc Donalds noch für jeden ein Mc Flurry und aßen dieses an einem Rastplatz direkt an den Waterways. Im Hotel angekommen, wurde Viki nur in ein paar andere Klamotten gesteckt, hatten wir uns unsere Umgebung rund um das Hotel doch bisher noch gar nicht angeschaut. Wir gingen hinter dem Hotel auf den Haussteg, der von vielen Anglern genutzt wurde. Viki setzte sich neben einen der Angler und tat ganz interessiert. Sie schaffte es sogar mal für einige Minuten den Mund zu halten, bis sie uns darüber aufklärte, dass man „zum Angeln nicht nur leise sein muss, sondern auch Geduld braucht“.
Der Angler war sehr freundlich, doch leider hatte er kein Glück mit der Fischerei. Die Fische knabberten den Köder nur ab. Er kommentierte das ganze dann mit den folgenden Worten: „This is not fishing… this is fish feeding!“.
Nach einiger Zeit gingen wir dann zurück zum Hotel. Viki konnte dann noch einmal auf dem Hotelspielplatz spielen, bevor wir auf das Zimmer zum Duschen, Abendessen und Kofferpacken gingen. Um 20:30 Uhr ging Viki dann freiwillig ins Bett und schlief sofort ein. Ari und ich kramten noch ein wenig rum und nun ist es bereits wieder 22:30 Uhr. Ari schläft nun auch und ich bin mit dem Eintrag für heute ebenfalls fertig. Morgen müssen wir wieder früh raus, da noch einmal 360 Kilometer bis in die Blue Mountains bevorstehen. Wir wollen ziemlich früh da sein, damit wir dort wenigstens noch eine Wanderung machen können.

09.10.2011: Port Stephens

Samstag, 08.10.2011 – Coffs Harbour -> Port Stephens

Der Wecker klingelte um 6:00 Uhr. Da war aber irgendwie noch nicht an aufstehen zu denken. Also wurde zweimal die Schlummertaste gedrückt. Um 6:15 Uhr stand ich dann aber trotzdem auf. Hilft ja nichts, denn wir hatten heute ja noch eine lange Strecke zu fahren. Nachdem ich im Bad fertig war, kroch Ari unter der Decke hervor und ich versuchte derweilen, Viki zum Aufstehen zu bewegen. Als wir dann alle fertig waren, gab es ein paar Crunchy Nuts und für Ari und mich wieder einmal Instant-Kaffee. Man freue ich mich, bald endlich wieder Filterkaffee trinken zu können…
Wir schafften es dann tatsächlich, das Zimmer um 7:10 Uhr zu verlassen und auszuchecken. Nachdem das Gepäck verladen war, starteten wir in Richtung Port Stephens. Vorher wurde aber noch schnell vollgetankt. Dieses Mal mal wieder nicht nur der Tank, sondern auch unser „Sorgenkind“, der hintere Reifen. Aber warum sollte er die letzten 1000 Kilometer nicht auch noch durchhalten?
Unsere Fahrt ging auf den Highway N1, bis zum Tourist Drive 12, den wir bis zum Smoky Lighthouse und dem Captains Cook Lookout folgten. Wir wurden mit einem tollen Ausblick belohnt. Außerdem konnten wir zwei Känguruh-Mütter mit ihrem Nachwuchs beobachten. Der Leuchtturm war leider abgesperrt, aber trotzdem war das ein toller Abstecher. Ari ließ sich nicht abbringen, zu fahren. Wir folgten dem TD12 bis wir wieder auf den Pacific Highway trafen. Weiter ging es in Richtung Port Macquire, wo wir uns das Koala Hospital anschauten. Dort werden kranke und verunglückte Koalas wieder aufgepeppelt und wenn möglich, wieder in die Wildnis entlassen. Die kleinen süßen Beutelbären sahen durch die gute Pflege gar nicht krankt aus und waren fideler, als so manch anderer Kamerad, den wir in unserem Urlaub bisher sehen durften. Das Krankenhaus lebt nur von Spenden. Toll, dass es so etwas gibt und so spendeten wir selbstverständlich ebenfalls.
Von Port Macquire aus, fuhr ich dann wieder auf den Tourist Drive 10 nach Laurieton, wo als nächstes der Laurieton Lookout auf dem Programm stand. Die Straße zum Lookout war ein steiler Pass, der uns bis auf 500 Meter über dem Meeresspiegel führte. Leider fing es auf der Hälfte nach oben an zu regnen. Das war wirklich sehr schade, denn man hatte einen genialen Blick über die Gegend mit ihren Buchten und Wäldern. Am Ende dieses Tourist-Drives fuhren wir zurück auf den Highway. Da das Wetter zwischen sonnigen Abschnitten und plötzlich einsetzendem Platzregen wechselte, entschieden wir, keine weiteren Abstecher mehr zu machen und schnellstmöglich an unser Ziel zu kommen. Das Wetter besserte sich zum Nachmittag hin und so kamen wir bei strahlendem Sonnenschein gegen 15:30 Uhr in Port Stephens an unserem Hotel an. Eine positive Überraschung: es ist Frühstück mit drin und so brauchen wir morgen keine Labberbrötchen essen 😉
Kurz die Sachen aufs Zimmer und ab in Richtung Woolworth, um Getränke und ein paar andere Kleinigkeiten zu kaufen.
Danach ging es dann auf die Suche nach Anna Bay und den sagenhaften Dünen von Stockton. Wir brauchten lange, um einen Zugang zu finden, da jede Stichstraße, die wir fuhren, kurz vor den Dünen mit einem Tor abgesperrt war und als Militärgelände gekennzeichnet war. Nach einigen Versuchen, fanden wir dann aber doch noch einen Weg zu den Dünen und wir waren überwältigt. Hier sagen aber sicher auch wieder Bilder mehr als tausend Worte…
Wir verbrachten einige Zeit hier und Viki war voll in ihrem Element mit Buddeln und Mantschen.
Um 18:30 Uhr wurde es dann aber doch leider recht schattig, so dass wir uns entschlossen aufzubrechen. Der erhoffte Sonnenuntergang über den Dünen, wurde von tieffliegenden Wolken vereitelt.
Da Viki heute so brav war und die Autofahrt wieder einmal ohne zu klagen, mitgemacht hatte, fuhren wir für ein Mc Flurry zu Mc Donalds. Danach mussten wir aber wieder zurück ins Hotel, da Viki nur notdürftig mit einer Jetstar-Decke als Rock bekleidet war…
Im Hotel angekommen, packten wir unsere Koffer aus und machten uns für den Abend fertig. Nun ist es schon wieder 21:30 Uhr und meine beiden schlafen schon. Auch für mich wird es nach der langen Autofahrt Zeit zu schlafen.

08.10.2011: Coffs Harbour -> Port Stephens

Freitag, 07.10.2011 – Coffs Harbour

Heute hatten wir einen Tag Aufenthalt in Coffs Harbour. Mit bangem Blick öffneten wir heute morgen um 7:00 Uhr die Gardinen, um glücklicherweise von einer lachenden Sonne begrüßt zu werden. Puh, und wir dachten, wir hätten seit gestern nur noch mit Regen zu rechnen. Das würde sicher auch bedeuten, dass das Meer nicht allzu doll aufgewühlt sein würde, für unsere geplante Whale-Watching Tour. Um kurz vor 8:00 Uhr waren wir mit Frühstücken und Anziehen fertig. Wie verabredet, klingelte um 8:00 Uhr das Telefon und die Rezeption teilte uns mit, dass wir um 9:15 Uhr am Jetty auf das größere der beiden Boote könnten, die auf Wal-Beobachtung starten würden. Schade, denn wir hätten gerne das kleinere Boot gewählt, aber das war wohl ein wenig kurzfristig.
Also packten wir unsere Sachen und ließen uns noch einmal kurz den Weg zum Hafen erklären.
Am Hafen angekommen, wurden wir direkt von zwei auffälligen Schildern über die Wal-Beobachtungs-Touren informiert. Gar nicht so teuer, wie befürchtet… Pro Nase 20 Dollar für 2,5 Stunden. Wir wollten aber trotz der Absage für das kleine Boot unser Glück versuchen und sahen leider nur noch, wie dieses gerade ablegte. Also wieder einmal 2 Minuten zu spät…
Somit hatten wir ein wenig Zeit, uns im Hafen umzuschauen und kundschafteten schon einmal den Weg nach Muttonbird-Island aus, wo wir nach der Tour hin wollten. Um kurz vor 9:00 Uhr wurde der Buchungsschalter geöffnet und wir kauften unsere Tickets. Bald darauf warteten wir mit einigen anderen am Catamaran darauf, dass es los gehen würde. Viki war bereits ganz aufgeregt.
Als wir dann um 9:30 Uhr den Hafen verließen, war das Boot ziemlich voll und so befürchteten wir, dass wir eventuell keine gute Sicht auf die Wale hätten. Bei der Fahrt aus dem Hafen bekamen wir noch ein paar Tipps gegen Seekrankheit. Uns gegenüber saß eine Frau, die diese Tipps auch dringend brauchte 😉
Nach einer knappen halben Stunde tauchten entfernt die ersten Ausblasungen der Wale auf. Man konnte auch die ein oder andere Flosse vermuten. Ziemlich unvermittelt, tauchten 2 oder 3 Wale recht dicht vor dem Boot auf. Leider kamen wir nicht viel näher als ca. 50 bis 100 Meter an die Wale heran. Es sollte ja auch keine Waljagd werden… Nach knapp 90 Minuten war dann die Zeit gekommen, wieder in den Hafen zurück zu fahren. Viki hatte es nach einigen vergeblichen Versuchen aufgegeben, selbst Fotos von den Walen zu machen und brammte ein wenig rum. Mir gelangen jedoch einige Fotos und ich versprach, dass sie ihrem Opa erzählen könne, dass sie diese Bilder gemacht hätte.
Um 12:00 Uhr erreichten wir den Hafen und nachdem wir angelegt hatten, folgten wir dem Steg, der das Festland mit Muttonbird-Island verbindet. Muttonbird-Island ist ein der Coffs-Coast vorgelagertes Naturreservat, in dem viele Vogelarten nisten und von dem man ebenfalls die Chance auf Wal-Beobachtungen hat. Am äußersten Ende angekommen, wurden wir von einem netten älteren australischen Ehepaar auf eine Gruppe von „Bottlenose-Dolphins“ aufmerksam gemacht. Wir kamen darüber hinaus mit den beiden ins Gespräch und sie waren natürlich total von Viki begeistert, die ihre kompletten Englischkenntnisse darbot.
Am Horizont konnten wir noch einige Wale sehen, bevor wir uns dann so langsam in Richtung Auto machten. Es wurde auch immer wärmer, so dass wir beschlossen, erst einmal ins Hotel zu fahren, um uns umzuziehen. Daraus wurde dann ein kleines Nickerchen, aber was soll’s; es ist Urlaub.
Um kurz nach 16:00 Uhr fuhren wir dann noch einmal los. Wir wollten zum Sealy Lookout, der aber leider gesperrt war. So fuhren wir weiter, um noch ein bisschen an den Strand zu gehen. Viki war davon natürlich gleich total begeistert. Erst recht, als sie sah, dass sich direkt hinter dem Strand noch ein toller Spielplatz befand. Hier konnte sie sich dann noch ein wenig austoben. Um kurz nach 18:00 Uhr fuhren wir dann zurück ins Hotel, weil wir ja mal wieder Koffer packen mussten. Nach dem Duschen und Abendbrot machten wir es uns dann gemütlich. Nun ist es gerade 21:00 Uhr, aber wir wollen morgen sehr früh los, da uns wieder eine lange Tour bevorsteht. Ganz ehrlich, habe ich auch langsam keine Luste mehr zum Fahren, da wir bereits 3000 Kilometer gefahren sind. Es werden wohl noch knapp 1000 dazu kommen…

07.10.2011 -> Coffs Harbour