100 Kilometer Rennrad quer durch den Harz mit mörderischem Seitenwind

Die heutige Rennrad-Tour lässt sich kurz zusammenfassen: Für ungeübte Fahrer von Hochprofilfelgen (wie mich) waren die heute tobenden Seitenwinde teilweise lebensgefährlich!

Meine Tour begann mit der Fahrt über Feldbrunnen und Hövestal nach Osterode. Weiter ging es dann durch die Freiheit zur B241, die ich bereits am Dienstag gefahren war. Auch heute wollte ich zwei Mal hoch. Für die erste Auffahrt setzte ich mir das Ziel, nicht vom großen Kettenblatt runterzuschalten. Bis oben hin hatte ich dann zwar doch zu kämpfen – immerhin sind auf ca. 4,5 Kilometern 300 Höhenmeter zu überwinden – aber ich hielt durch. Dann drehte ich direkt wieder um und setzte zur Abfahrt an. Wo es mit 10% hoch geht, geht es auch mit 10% wieder runter. Somit nahm ich schnell Geschwindigkeit auf. Nachdem mein Fuoco Team dann aber bei ca. 76 km/h plötzlich anfing, wie ein Lämmerschwanz zu wackeln, hatte ich echt Schiss, dass ich mich auf die Klappe lege. Für die restlichen Abfahren war somit piano angesagt…

Unten angekommen, machte ich sofort wieder kehrt und kurbelte den Berg ein weiteres Mal hinauf. Dieses Mal blieb ich aber direkt auf dem kleinen Kettenblatt. Ich hatte ja noch ein paar Höhenmeter vor mir… Wieder oben angekommen fuhr ich weiter nach Clausthal-Zellerfeld und im weiteren Verlauf nach Altenau. Auch hier oben blies der Wind ziemlich heftig. Von Altenau aus, ging es weiter zum fiesen Anstieg hinauf nach Torfhaus. Über 8 Kilometer geht es hoch in den Nationalpark Harz. Auch hier zeigt der Garmin des Öfteren zweistellige Werte an. Aber auch dieser Ansteig war irgendwann geschafft und ich genoss die schöne Aussicht auf den Brocken. Nach einer kurzen Pause setzte ich meine Fahrt fort und verließ die B4 hinter Oderbrück. Vorbei am prall gefüllten Oderteich ging es weiter in Richtung Sonnenberg und weiter nach St. Andreasberg. Eigentlich wollte ich mir hier einen P-RTF-Stempel abholen, aber leider konnte ich im „Hotel Garni 4 Jahreszeiten“ niemanden erreichen, der mir meinen Stempel in die Wertungskarte drückt.

Somit fuhr ich ein wenig angesäuert weiter hinab durch St. Andreasberg in Richtung Silberhütte. Und wenn man schon einmal hier ist, dann kann man sich auch die „Breite Straße“ gönnen. Jenes fiese kleine Stückchen Asphalt, welches sich am Ende mit 22% Steigung als echt harter Gegner erweist und selbst bei einer Compact-Schaltung nach einer Dreifach schreit. Mit „raushängender Zunge“ oben angekommen, drehte ich gleich wieder um und fuhr (langsam) wieder runter. Die nächsten 2 Kilometer ließ ich es rollen, bevor es wieder bergauf zum Sieberrücken ging. Die Serpentinen herunter nach Sieber fuhr ich besonders vorsichtig, weil auch hier wieder heftige Seitenböen mit meinen Cosmics kämpften…

Von Sieber aus ging es mit Gegenwind bis nach Herzberg. Bei gemäßigten 3% Gefälle war nicht an eine Tret-Pause zu denken, da man sofort an Geschwindigkeit verlor. Von Herzberg aus fuhr ich über Mühlenberg und Aschenhütte nach Hörden. Ein paar Höhenmeter gingen noch. Diese sammelte ich dann bei meiner weiteren Fahrt über Düna. Zurück in Osterode und bereits leicht über die vereinbarte Zeit, fuhr ich den direktesten Weg durch Hövestal zurück nach Förste.

http://connect.garmin.com/activity/321862046

Distanz: 100.49 km
Zeit: 3:52:42
Ø Geschw: 25.9 km/h
Positiver Höhenunterschied: 1,874 m
Kalorien: 2,291 cal
Ø Temperatur: 10.6 °C

Höhenprofil:

2013-06-02_Profil

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