Sonntag, 09.10.2011 – Port Stephens

Heute konnten wir wieder „ausschlafen“, da wir keine Ausflüge gebucht hatten. Allerdings war Viki bereits um kurz vor 8:00 Uhr wach und so war nicht mehr an schlafen zu denken. Die Nacht war außerdem sowieso nicht gerade erholsam. Als erstes ist das Bett in diesem Hotel zur Mitte abschüssig, so dass man sich ungewollt immer wieder ins Gehege kommt. Als Zweites hatten wir in der letzten Nacht ziemlich „aktive“ Zimmernachbarn, was Ari aber komischerweise nicht gestört/gehört hat (wo sie doch sonst immer die Flöhe husten hört)…
Da wir ja überraschenderweise Übernachtung mit Frühstück hatten, konnten wir, nachdem wir uns fertig gemacht hatten, zum Frühstücksbuffet gehen. Das war man wieder richtig schön!
Leider fand Viki wieder nicht das Richtige und fing erst mit Schokopops an, die Ari aufessen musste. Danach gab es dann einen kleinen Bissen Muffin, den Ari auch aufessen musste und zum Schluss ein wenig Wassermelone. Sie ist hier so mäkelig mit dem Essen, was wir ja eigentlich gar nicht von ihr kennen. Ich freute mich indes über einen frisch aufgebrühten Automatenkaffee!
Nachdem wir mit dem Frühstücken fertig waren, packten wir unsere Sachen und fuhren erst einmal zum Einkaufszentrum. Ich entdeckte hier gestern einen Fahrradladen, der heute ab 10:00 Uhr offen haben sollte. Hier hoffte ich auf das passende Mitbringsel. Leider hatte der Laden noch geschlossen.
So gingen wir in die gegenüberliegende Mall und schauten hier ein bisschen und da ein bisschen. Ari hat ja in wenigen Tagen Geburtstag und hat es immer wieder nach hinten verschoben, nach ihrem Geschenk zu schauen. So nutzten wir die Zeit und schauten uns bei einem Juwelier um. Sie fand dort auch eine Kette mit Herz, aber den Preis von 140 Dollar war sie nicht bereit zu zahlen und ich konnte sie auch nicht vom Gegenteil überzeugen. Also gingen wir ohne Geschenk aus der Mall wieder in Richtung Fahrradgeschäft, der nun auch endlich geöffnet hatte.
Drinnen bot sich klamottentechnisch eine nicht gerade üppige Auswahl von vielleicht 10 Trikots an. Keines war in mehreren Größen vorhanden, aber ich entdeckte ein grün/gelbes Australia-Trikot, welches genau das richtige Souvenir wäre. Der nette Eigentümer teilte mir mit, dass er das Trikot leider zur Zeit nur noch einmal in XL da hätte, da es ein sehr häufig verkauftes Mitbringsel für Touristen aus aller Welt wäre. Er bot mir dann seine Werkstatt als Umkleidekabine an und sagte, er würde es mir für „60 Bugs“ verkaufen. Ich hatte natürlich keine Hoffnung, dass mir XL passen würde. Ansonsten habe ich in Trikots höchstens L, aber was ein Wunder, es passte wie angegossen. So hatte ich mein Souvenier gefunden und war überglücklich. Nach dem Bezahlen gingen wir zurück zum Auto.
Unser nächster Zwischenstopp war am Tomaree-Nationalpark. Hier wollten wir auf den Tomarre-Lookout. Dieser lag hoch über Port Stephens. Teilweise musste man über steile Metall-Leitern nach oben klettern. Nachdem wir Viki ein „wenig aktiviert“ hatten, lief sie die Treppen auch „klaglos“ nach oben. Oben angekommen, bot sich uns wieder einmal eine tolle Aussicht, über die Port Stephens Waterways, die Buchten und traumhaften Stränden mit ihrem türkis-blauen Meer. Das Wetter schwankte von heiter und sonnig mit bis zu 26 °C und wolkig und windig.
Nachdem wir die Aussicht genossen hatten, machten wir uns wieder auf den Rückweg. Wir fuhren mit dem Auto wieder zurück bis nach Nelson Bay, wo wir an einem Kinderspielplatz direkt am Hafen eine Pause für Viki einlegten. So konnte sie ein wenig spielen. Derweilen konnten wir einen Delphin direkt im Hafenbecken ausmachen. Leider wollte sich das Tier nicht fotografieren lassen, denn als wir soweit waren, tauchte er nicht mehr auf.
Dafür ließen uns einige aufblasbare Wale, die an Stricken eigentlich zur Kinderbelustigung am Hafenstrand angebunden waren, schmunzeln. Direkt gegenüber starteten Whale-Watching-Touren und bei der „Befüllung“ der Catamarane stürzten die Leute direkt nach vorne, um die besten Plätze zu erhaschen. So saßen sie nun auf dem Boot und starrten in Richtung Strand. Nun stellten wir uns vor, dass das Boot so jetzt für 2 Stunden vor Anker liegen würde, und die Leute dann für so eine „Wahlbeobachtung“ 60 Dollar bezahlt hätten 😉
Wir wollten noch ein Stück Promenade entlang, da wir noch ein paar Postkarten kaufen mussten, als wir eine Hüpfburg entdeckten. Als Viki fragte, ob sie hüpfen dürfe, verneinten wir zuerst, da wir 5 Dollar für 10 Minuten ein wenig übertrieben fanden. Da sie dann aber jämmerlich weinte und sich mit den Worten beschwerte: „Alles, worauf ich mich freue, kostet Geld“, konnten wir nicht länger nein sagen und erlaubten es ihr dann doch.
Nach einiger Zeit mussten wir aber zurück zum Auto, da unser Parkschein ablief. So fuhren wir noch einmal zurück zum Einkaufszentrum, weil Ari ein wenig brammig war, weil sie immer noch nichts zum Geburtstag hätte. Leider fand sie aber auch beim zweiten Versuch nichts, versprach aber, jetzt nicht mehr störrisch zu sein.
So ging es weiter zum Gan Gan Lookout, der auch der gegenüberliegenden Seite der Halbinsel liegt. Auch von hier aus hatte man einen wundervollen Blick über die Gegend. Wir hatten Viki für den Nachmittag noch einmal Strand versprochen, wollten aber nicht zum gleichen, wie gestern, da Ari ein paar unschöne Entdeckungen zwischen den Standdünen machte. Wir hatten Angst, dass Viki eventuell in achtlos weggeworfene Flaschenreste tritt und sich die Füße aufschneidet. Der Weg führte uns zum One Mile Beach, den wir gestern auch schon einmal gesehen hatte. Am Parkplatz angekommen, schnappten wir uns die Badetasche und mussten nur durch ein kurzes Waldstück und standen vor eine 30 Meter hohen Standdüne. Oben angekommen, liefen wir knapp einen halben Kilometer, durch Sanddünen, bis wir das Meer sahen. Es gab hohe Wellen und so war dieser Strand mit Surfern bevölkert. Hier verbrachten wir ca. 1,5 Stunden, bis Viki von einer Welle umgerissen wurde und von oben bis unten nass war. Leider hatte sie ihre normalen Sachen und keine Strandbekleidung an. Somit war die Zeit hier abgelaufen und wir gingen zurück zum Auto.
Wir hatten Viki in ihren Schwimmanzug gesteckt, der noch voll mit dem feinen Sand von Whitehaven voll saß. Entsprechend sah nach einiger Zeit auch unser Auto aus. Wir fuhren zum Nelson Bay Lighthouse, welches aber nicht den Scharm eines alten Leuchtturmes hatte, sondern eine moderne Zentrale war, vergleichbar mit einem Flughafen-Tower. So fuhren wir recht zügig weiter und entschieden, das Auto vollzutanken und bei der Gelegenheit gleich einmal auszusaugen und zu waschen.
Auf dem Rückweg zum Hotel kauften wir bei Mc Donalds noch für jeden ein Mc Flurry und aßen dieses an einem Rastplatz direkt an den Waterways. Im Hotel angekommen, wurde Viki nur in ein paar andere Klamotten gesteckt, hatten wir uns unsere Umgebung rund um das Hotel doch bisher noch gar nicht angeschaut. Wir gingen hinter dem Hotel auf den Haussteg, der von vielen Anglern genutzt wurde. Viki setzte sich neben einen der Angler und tat ganz interessiert. Sie schaffte es sogar mal für einige Minuten den Mund zu halten, bis sie uns darüber aufklärte, dass man „zum Angeln nicht nur leise sein muss, sondern auch Geduld braucht“.
Der Angler war sehr freundlich, doch leider hatte er kein Glück mit der Fischerei. Die Fische knabberten den Köder nur ab. Er kommentierte das ganze dann mit den folgenden Worten: „This is not fishing… this is fish feeding!“.
Nach einiger Zeit gingen wir dann zurück zum Hotel. Viki konnte dann noch einmal auf dem Hotelspielplatz spielen, bevor wir auf das Zimmer zum Duschen, Abendessen und Kofferpacken gingen. Um 20:30 Uhr ging Viki dann freiwillig ins Bett und schlief sofort ein. Ari und ich kramten noch ein wenig rum und nun ist es bereits wieder 22:30 Uhr. Ari schläft nun auch und ich bin mit dem Eintrag für heute ebenfalls fertig. Morgen müssen wir wieder früh raus, da noch einmal 360 Kilometer bis in die Blue Mountains bevorstehen. Wir wollen ziemlich früh da sein, damit wir dort wenigstens noch eine Wanderung machen können.

09.10.2011: Port Stephens

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s