Einrollen auf Teneriffa

Unser diesjähriger Sommerurlaub führte uns so wie im letzten Jahr wieder nach Teneriffa. Im Gegensatz zum letzten Mal entschieden wir uns aber nicht für den grünen Norden, sondern suchten uns ein Hotel im Süden an der Costa Adeje.

Da ich auch in diesem Jahr wieder beabsichtigte mir ein Fahrrad zu leihen, boten sich damit noch einmal neue Herausforderungen. Ähnlich wie im Norden ist es auch hier kaum möglich wirklich flache Strecken zu finden, aber das war mir von Anfang an bewußt. Zur Vorbereitung durchforstete ich die einschlägigen Portale und fand ein paar interessante Strecken auf gpsies.com, die ich leicht modifizierte, so dass ich mit meinen Garmin direkt vom Hotel aus navigieren konnte. Ich erkundigte mich im Vorfeld, wo ich mir am Besten ein Rad leihen könne und stieß bei meinen Recherchen auf Bike-Point, nicht weit von unserem Hotel entfernt.

Gleich zu Beginn unseres Urlaubs lernte ich Frank, einen super netten Triathleten aus der Nähe von Marburg, kennen. Auch er empfahl mir Bike-Point, so dass ich mir recht sicher war, hier gut aufgehoben zu sein. Somit lieh ich mir ab dem 3.8. dort ein einfaches Alu-Rennrad der Marke Ridley mit 105er-Gruppe. Aus der Erfahrung des letzten Jahres, solides Material für die teilweise schlechten Straßen abseits der vielbefahrenen Hauptrouten.

Am Montag Morgen holte ich das Rad pünktlich um 9:00 Uhr bei Bike-Point ab. Im Vorfeld gab ich schon mal meine Maße durch, so dass das Rad, abgesehen von der Montage meiner eigenen Pedale, fertig war. Damit konnte es um kurz nach 9 auch schon losgehen. Eigentlich hatte ich geplant am ersten Tag nur eine ganz kurze rund 30km lange Tour zu fahren, entschied mich dann aber doch für eine längere Tour.

https://connect.garmin.com/modern/activity/853657930

Teneriffa_Tour1

Bedingt durch die Baustelle direkt vor unserem Hotel waren die ersten Kilometer hinaus aus der Bucht eine Qual. Viele Kreisel und schlechte Straße machten die Orientierung auch nicht ganz einfach, so dass ich mich ein paar Mal verfuhr. Dank meines Garmins kam ich aber schnell zurück auf den „rechten Pfad“. In Richtung La Caletta wurde es dann aber endlich ruhiger und übersichtlicher, so dass die ersten welligen Kilometer auf der TF47 schnell hinter mir lagen. Ich folgte der TF47 bis zum Abzweig nach Los Gigantes und bog dann auf die TF454 in Richtung Tamaimo ab. Ab hier waren auf ca. 15 Kilometern bis nach Santiago del Teide nun gut 900 Höhenmeter zu überwinden. Da ich nicht genau abschätzen konnte, wie die Versorgungsmöglichkeiten mit Wasser aussehen, entschied ich bei schnell ansteigenden Temperaturen bereits vor Tamaimo an einer Tankstelle Wasser zu kaufen. Ab Tamaimo ging die TF454 in die TF82 über und der Verkehr wurde wieder ein wenig dichter. Bis auf einige „übermotivierte“ Motorradfahrer war der Verkehr aber nicht unangenehm.

Immer weiter ging es bergauf. In Santiago del Teide angekommen machte ich eine kurze Pause und entschied mich dazu noch einen kleinen Abstecher von etwa 1,2 Kilometer weiter in Richtung Masca zu machen, bevor ich den Heimweg antreten wollte. Dieser kleine Stich hatte es mit über 120 Höhenmetern noch einmal in sich. Oben wurde ich jedoch mit einer tollen Aussicht in Richtung Norden belohnt.

Zurück in Santiago del Teide fuhr ich über die TF375 noch einmal bergauf und erreichte kurz hinter Las Manchas mit 1097 Metern den höchsten Punkt dieser Tour. Ab jetzt hieß es für die nächsten 25 Kilometer nur noch bergab. 🙂 Kurz vor Chio traf ich dann wieder auf die stärker befahrene TF82. Die Straße ist aber so breit und mit einem gut zu befahrenden Seitenstreifen versehen, so dass es weiter in fixem Tempo bergab ging. Ab Adeje fuhr ich parallel zur Autobahn TF1. Hier muss man höllisch aufpassen, dass man sich nicht plötzlich auf der Autobahn wiederfindet, dass die parallelen „Landstraßen“ aus den Auffahrten abzweigen. Nach knapp 77 Kilometern mit mehr als 1700 Höhenmetern erreichte ich aber dank Garmin das Hotel wohlbehalten.

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Ein Kommentar zu “Einrollen auf Teneriffa

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