Harzumrundung 2015

In diesem Jahr hatte ich wieder eine Harzumrundung geplant. Ich kündigte mein Vorhaben zwar an, fand aber wieder keine Mitstreiter. Allerdings machte ich den Start nicht davon abhängig…

Die Vorbereitungen begannen bereits im Frühjahr. Ich plante die Strecke vom letzten Jahr an einigen Ecke ein wenig um, um z.B. vielbefahrene Sttraßen möglichst zu umgehen.

Mein Benotti Fuoco Team und die Klamotten bereitete ich bereits am Vortag vor, so dass ich am Samstag erst um 4:40 Uhr aufstehen „musste“. Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es dann um 5:40 Uhr los. Es war mit 6 Grad ziemlich frisch, so dass ich mir Armlingen und Beinlingen startete. Als sehr praktikabel für lange Strecken erweißt sich immer wieder der Starterbeutel vom Ötztaler-Radmarathon, den man auf dem Rücken kaum spürt. Somit war es auch kein „logistisches“ Problem zum Start ein wenig mehr anzuziehen.

Wie immer plante ich mir die Strecke in kleinen Häppchen, um nicht an die Gesamtstrecke denken zu müssen.

Profil

 

Zusätzlich zur Navigation über den Garmin druckte ich mir zur groben Orientierung eine Streckenbeschreibung mit Ortsangaben aus.

Strecke

Wie auch beim letzten Mal beschlichen mich beim Start echte Zweifel, ob ich eine so lange Strecke bewältigen kann. Dieses Mal war ja bereits von Anfang an klar, dass ich die gesamte Strecke alleine fahren werde. Aus diesem Grund markierte ich mir die Orte, in denen es strategisch möglich wäre, über eine Abkürzung nach Hause zu kommen.

Erstes strategisches Ziel war Oker nach 50 Kilometern wo ich nach ca. 1:45 Stunden ankam. Auf dem Weg dorthin war es eher ruhig, so dass ich den Blick schweifen lassen konnte. Immer wieder schön, wenn man seinen Schweinehund überwinden kann und so früh auf dem Rad sitzt und sieht, wie sich der Tag entwickelt 🙂

Weiter ging es in Richtung Osten bis ich nach knapp 3,5 Stunden Thale erreichte. Unterwegs entledigte ich mich dann erst einmal der Am- und Beinlinge. Von Thale aus, rief ich kurz zu Hause an. Ein Gel später saß ich bereits wieder auf dem Rad und setzte meine Fahrt in Richtung nächstes Etappenziel fort. Ich passierte viele kleine Ortschaften auf einer abwechslungsreichen Strecke, den Harz immer im Blick.

Langsam wurde es immer wärmer, so dass mein Getränkevorrat zusehends schwand. In Leimbach versorgte ich mich nach 5 Stunden Fahrtzeit und knapp der Hälfte der Strecke an einer Tankstelle mit Wasser und machte eine längere Pause. Der nun vor mir liegende Abschnitt war neu geplant um die langweilige Strecke über eine vielbefahrene Bundesstraße in Richtung Sangerhausen zu umgehen. Ein welliges Profil und viele Durchfahrten durch kleine Ortschaften ließen die Zeit schnell vergehen. Ab Sangerhausen folgte dann wieder ein langweiliges Transferstück ziemlich parallel zur A38, dass jedoch dank leichtem Rückenwind schnell hinter mir lag.

Ich erreichte Berga nach knapp 7 Stunden. Von hier aus wurde das Streckenprofil noch einmal ziemlich wellig, da ich wieder näher an den Harz heranfuhr. Hier versorgte ich mich an einer Tankstelle noch einmal mit Wasser. Im letzten Jahr war ich unendlich froh, dass ich ab hier auf meinen TG-Kumpel Matthias als moralische Unterstützung zählen konnte. Aber im Gegensatz zum letzten Jahr hatte ich dieses Mal keine „Krise“. Auf dem Weg nach Osterhagen überlegte ich, ob ich der geplanten Strecke folgen soll, oder spontan ein wenig umplane. Als ich dann nach knapp 8,5 Stunden Osterhagen erreichte und noch Körner hatte fuhr ich nicht in Richtung Bad Lauterberg, sondern in Richtung Eichsfeld. Damit war klar, dass die Strecke in jedem Fall länger als 300 Kilometer werden würde.

So ging es von Osterhagen aus nach Bartolfelde und über Bockelnhagen nach Zwinge, Hilkerode, Rhüdershausen, Gieboldehausen, Lindau und Katlenburg in Richtung Heimat. In Dorste, nur noch 5 Kilometer von zu Hause entfernt, war mein Ehrgeiz geweckt und ich entschied noch einen weiteren „kleinen“ Umweg über Schwiegershausen, Osterode und LaPeKa zu machen. Die letzten Kilometer bekam ich Probleme mit dem linken Fuß, der wie Feuer brannte. Ansonsten ging es mir eigentlich sehr gut – abgesehen vom Sitzfleisch, welches zugegebenermaßen schon ziemlich „brannte“.

Um kurz nach 17.00 Uhr erreichte ich Förste nach 330 Kilometern mit über 2700 Höhenmetern in einer Fahrzeit von 10:48. Mit einer Pausenzeit von nur 50 Minuten lag die Gesamtzeit von Start bis Ziel unter 12 Stunden, worauf ich ziemlich stolz bin.

Strecke_2

Ob ich die Harzumrundung noch einmal machen werde, weiß ich momentan noch nicht. Ich glaube eher, dass ich mich eher einer neuen „Langstreckenherausforderung“ stellen werde.

Zur Garmin-Aktivität: https://connect.garmin.com/modern/activity/829961472

Distanz: 329.70 km
Zeit: 10:48:54 h:m:s
Ø Geschw: 30.5 km/h
Max. Geschw.: 61.1 km/h
Ø HF: 140 bpm
Ø Trittfrequenz (Fahrrad): 82 1/min
Max. Trittfrequenz (Fahrrad): 113 1/min
Positiver Höhenunterschied: 2,734 m
Max. positiver Höhenunterschied: 2,734 m
Kalorien: 10,676 cal
Max. Leistung: 624 W
Ø Leistung: 217 W

 

PS: Nach ca. 5 Stunden schaltete ich meinen externen Akkupack ein, um den Garmin mit Strom zu versorgen, was dazu führte, dass im weiteren Verlauf weder Leistung noch Herzfrequenz aufgezeichnet wurden.

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2 Kommentare zu “Harzumrundung 2015

  1. Pingback: Monatsübersichten 2015 | project20

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