Benotti-Trainingslager 2014 auf Mallorca

16.3.2014 – Anreise zum Benotti-Trainingslager auf Mallorca

Endlich war es soweit! Das Warten hatte ein Ende und es konnte endlich zum Benotti-Traininglager nach Mallorca gehen. Bernd hatte vor einem halben Jahr entschieden, im Frühjahr 2014 zusammen mit dem Sportreiseveranstalter Luxcom ein Testcenter für Benotti-Rennräder anzubieten.

5 Benottis reisten dem Cheffe hinterher, der bereits seit dem 8.3. auf Mallorca war. Markus K., Dennis, Carsten und ich trafen uns um 7:15 Uhr auf dem Bahnhof Northeim. Mit der Bahn kann man ziemlich entspannt zum Flughafen Hannover fahren. Wir mussten nur einmal Hauptbahnhof Hannover umsteigen, wo wir dann auch unseren fünften Mann Thomas begrüßen konnten, der aus Kassel mit dem ICE dazu stieß. Glücklicherweise brauchten wir nur mit kleinem Gepäck reisen, da unsere Räder mit einem großen Haufen von Benotti-Testrädern per Spedition nach Mallorca verschickt wurden.

Die Fahrt verlief ohne Probleme, so dass wir zeitig auf dem Flughafen ankamen. Wir gaben gleich unser Gepäck auf und konnten so noch beim Restaurant mit dem Goldenen M frühstücken, bevor wir in den Flieger einstiegen. Pünktlich starteten wir in Richtung Mallorca. Der Flug verlief bis auf „kleinere“ Turbulenzen beim Landeanflug ohne Probleme. Bisher waren wir voll im Zeitplan.

Dann der erste Rückschlag. Wir mussten fast 1,5 Stunden warten, bis wir endlich zum Hotel gefahren wurden, weil ein anderer Flieger mit Gästen aus Wien Verspätung hatten. Nach etwas über einer Stunde Fahrt kamen wir gegen 15:30 Uhr im Hotel Coral de Mar in Alcudia an. Natürlich wurden wir von Bernd direkt erwartet. Wir begutachteten die Räumlichkeiten in denen eine ganze Reihe von Benottis ausgestellt waren und auf willige Testfahrer warteten. Unsere Räder hatte Bernd bereits fertig montiert, die wir netterweise in der Ausstellung parken durften.

Leider wurde es damit etwas spät und wir ließen die eigentlich geplante erste Trainingsfahrt sausen. Dafür nutzten wir die bis zum Abendessen verbleibende Zeit für einen Erkundungsspaziergang an den Strand von Alcudia. Das Wetter war bombastisch und wir freuten uns wie Schneekönige, da das Wetter für die kommende Woche für Deutschland ziemlich schlecht und für Mallorca dafür umso besser vorausgesagt wurde…

Nach einem sehr leckeren Abendessen saßen wir noch ein wenig zusammen. Bernd erzählte uns von den Ereignissen aus der Vorwoche und das das Benotti-Testcenter sehr gut angenommen worden sei. Nach dem ein oder anderen Bier war der Abend dann schnell vorüber und so machten wir uns ab in die Federn, um für den kommenden Tag fit für die erste Runde zu sein.

 

17.3.2014 – Tag 1 – Einrollrunde

Die Nacht war dann auch schnell vorüber, aber mein Zimmergenosse Markus K. und ich wurden trotzdem vor dem Wecker wach. Frisch und ausgeruht ging es dann um 8:00 Uhr zum Frühstück. Wir hatten genug Zeit zum frühstücken bis wir um 10:30 Uhr am Treffpunkt für die in verschiedenen Leistungskategorieren angebotenen geführten Touren sein mussten. Nach dem Umziehen dann noch ein kurzer Crosscheck an den Rädern und Luft aufpumpen, bevor es losgehen konnte. Leider wollte meine Elsa Leistungsmesskurbel keine Signale übertragen. Das ärgerte mich schon ein wenig, aber es war keine Zeit mehr dem Problem auf die Schliche zu kommen…

Am Treffpunkt angekommen, entschieden wir uns für die Intensiv-Gruppe, die mit einem Umfang von bis zu 130 Kilometern bei einem Schnitt zwischen 28 und 30 km/h angegeben war. Scheinbar hatten diese Daten alle anderen verschreckt, so dass aus der Intensiv- eine Exclusiv-Gruppe wurde und 6 Benottis mit dem Guide Tilo alleine starteten…

Die Route führte uns hinaus aus Alcudia über kleine Nebenstraßen nach Sa Pobla und weiter über Sencelles, Algaida vorbei am Fuße des Randa, Montouri, Sant Joan nach Petra, wo wir auf einem großen Platz mit dutzenden anderen Radfahrern unter strahlend blauem Himmel einen Cafe con leche genossen. Dazu wurden als kleine Aufmerksamkeit des Hauses frische Orangen-Stücke gereicht. Herrlich lecker und nicht mit Orangen in Deutschland zu vergleichen.

Nach einer halben Stunde setzten wir unsere Fahrt über das ‚Wellblech“ in Richtung Küste fort, bis wir auf die Hauptstraße nach Can Picafort stießen. Von hier aus folgten wir der Küstenstraße zurück nach Alcudia, wo wir kurz nach 15.00 Uhr zurück im Hotel ankamen. Nach dem Duschen trafen wir uns zu einer weiteren Tasse Cafe con leche am Strand, bevor wir zum Abendessen gingen.

Der Abend wurde dann wieder in gemütlicher Runde bei „Männergesprächen“ verbracht 😉

http://connect.garmin.com/activity/462993339

Mallorca_T1

Distanz: 113.01 km
Zeit: 3:48:15
Ø Geschw: 29.7 km/h
Positiver Höhenunterschied: 606 m
Kalorien: 1,990 cal
Ø Temperatur: 23.8 °C

 

18.3.2014 – Tag 2 – Auf in den Orient

Auch heute starteten bei perfekten Bedingungen mit bis zu 24 Grad im Schatten nur die Benottis mit den Luxcom-Guides Tilo und Anja auf die heutige Etappe. Dank ostdeutscher Ingenieurskunst konnte heute auch endlich die Elsa-Kurbel ihren Dienst verrichten 😉

Nach den ersten 40 Kilometern mit grandiosem Blick auf das Tramuntana-Gebirge wurden die ersten richtigen Höhenmeter hinauf nach Orient gesammelt. Zwischenzeitlich konnten wir auf flachen Etappen richtig Gas geben. Teilweise waren die Straßen jedoch sehr schlecht, so dass man gerade in den Spitzkehren bergab höllisch aufpassen musste. Die schlechten Straßen wurden meiner Kamera, die ich im Lenker befestigt hatte, auch mehrere Mal fast zum Verhängnis. Auf einer Abfahrt sprang sie bei 55 km/h aus der Halterung und knallte voll auf den Asphalt. Zum Glück prallte sie am rechten Straßenrand von einem Leitplankenpfosten ab, sonst wäre sie wohl in einer Schlucht des Tramuntana-Gebirges für immer verschwunden…  Zurück ging es durch das Maffay-Tal über enge Sträßchen durch die Felder fern ab von den Hauptverkehrsrouten.

http://connect.garmin.com/activity/463356093

Mallorca_T2

Distanz: 130.68 km
Zeit: 4:44:58
Ø Geschw: 27.5 km/h
Positiver Höhenunterschied: 1,100 m
Kalorien: 2,186 cal
Ø Temperatur: 22.1 °C
Ø Leistung: 190 W
Max. Leistung: 1,065 W
Max Avg Power (20 min): 258 W
Verhältnis – Links/Rechts: 52/48 %
Normalized Power (NP): 227 W

19.3.2014 – Tag 3 – Ruhetag

Mittwochs ist bei Luxcom Ruhetag angesagt. Auch Thomas wollte heute einen Tag Pause einlegen und den Tag am Strandtag verbringen. So starteten wir zu Fünft bei perfekten Wetterbedingungen auf eine lockere wellige Tour. Ich war darüber auch ganz glücklich, hatte Dennis mich doch dazu überredet mit ihm am nächsten Tag den sogenannten „Küstenklassiker“ zu fahren… Bernd hatte in der Woche zuvor bereits einige Strecken getestet, so dass er heute als unser Guide einsprang. Über Can Picafort ging es über das „Wellblech“ mit Rückenwind zügig zur Kaffeepause nach Petra. Auf dem Rückweg fuhren wir wieder über kleine Nebenstraßen zurück nach Alcudia, wo wir die heutige Tour mit einem kühlen alkoholfreien Hefeweizen beendeten. 

http://connect.garmin.com/activity/464053797

Mallorca_T3

Distanz: 72.53 km
Zeit: 2:33:50
Ø Geschw: 28.3 km/h
Positiver Höhenunterschied: 454 m
Kalorien: 1,159 cal
Ø Temperatur: 18.3 °C
Ø Leistung: 172 W
Max. Leistung: 971 W
Max Avg Power (20 min): 203 W
Verhältnis – Links/Rechts: 53/47 %
Normalized Power (NP): 201 W

20.3.2014 – Tag 4 – Küstenklassiker

Am heutigen Tag teilte sich das Benotti-Team auf. Bernd, Markus K., Carsten und Thomas starteten vom Hotel aus auf eine 90 Kilometer Runde, die Thomas noch um eine kleine Extraschleife in Richtung Cap de Formentor erweiterte. Dennis und ich fuhren um 9.00 Uhr mit dem Bus nach Pt. d’Andratx, um von dort aus den Küstenklassiker zurück nach Alcudia in Angriff zu nehmen. Die Eckdaten ließen mich zweifeln, ob ich zu diesem frühen Zeitpunkt schon eine solche Tour auf mich nehmen sollte, aber Dennis ließ nicht locker… Wir sammelten wunderschöne Eindrücke entlang der Küste. In Llucalcari verfolgte mich mal wieder das Pech, denn ganz unvermittelt hatte ich einen heftigen Reifenplatzer. Unser Guide Tilo und auch Dennis waren aber gleich zur Stelle und halfen beim Schlauchwechsel. Ab Soller folgte dann ein knapp 14 Kilometer langer Anstieg, bei dem es fast 900 Höhenmeter am Stück zu überwinden galt. Jeder fuhr sein Tempo und so warteten die schnelleren dann oben, bis die Gruppe wieder vollzählig war. Da es hier oben ziemlich frisch war, wurden Armlinge und Windwesten für die weitere Fahrt übergezogen. Ab hier mussten wir noch noch kleinere Gegenanstiege überstehen, bevor es ab dem Kloster Lluc bis Pollenca nur noch bergab ging. Ab hier fuhren wir dann in Zweier-Reihe flach zurück nach Alcudia. Eine sehr schöne, wenn auch für diesen Saisonzeitpunkt sehr harte Tour.

http://connect.garmin.com/activity/464396009

Mallorca_T4

Distanz: 128.28 km
Zeit: 4:59:08
Ø Geschw: 25.7 km/h
Positiver Höhenunterschied: 2,437 m
Kalorien: 2,671 cal
Ø Temperatur: 15.2 °C
Ø Leistung: 221 W
Max. Leistung: 959 W
Max Avg Power (20 min): 256 W
Verhältnis – Links/Rechts: 51/49 %
Normalized Power (NP): 240 W

 

21.3.2014 – Tag 5 – Letzte Tour mit Luxcom

Auch heute teilten wir uns in zwei Teams auf. Carsten, Markus K. und Thomas entschieden eine „Sightseeing“-Tour zum Cap de Formentor zu machen und Dennis und ich fuhren eine letzte Runde mit den Guides Anja und Tilo. Am Startort angekommen, wollte wieder niemand in der Intensiv-Gruppe mitfahren. Bei sonnigen aber ziemlich windigen Bedingungen starteten wir somit zu Viert auf eine wellige Etappe in Richtung Llucmajor.

http://connect.garmin.com/activity/465443672

Mallorca_T5

Distanz: 121.86 km
Zeit: 4:06:09
Ø Geschw: 29.7 km/h
Positiver Höhenunterschied: 718 m
Kalorien: 1,752 cal
Ø Temperatur: 19.4 °C
Ø Leistung: 175 W
Max. Leistung: 884 W
Max Avg Power (20 min): 193 W
Verhältnis – Links/Rechts: 52/48 %
Normalized Power (NP): 200 W

 

22.3.2014 – Tag 6 – Es wird Zeit „Goodbye“ zu sagen

Die heutige Tour stand unter keinem guten Stern. Bereits am frühen Morgen war es sehr windig und bewölkt. Carsten und Markus K. entschieden bereits beim Frühstück keine Tour mehr zu fahren. Dafür wollte Olli, der seit gestern auf Mallorca ist und Bernd für die kommende Woche im Testcenter vertritt, eine Einrollrunde zusammen mit Dennis, Thomas und mir fahren.

Um 9.30 Uhr starteten wir in Richtung Sa Pobla. Eigentlich wollten wir heute zum Kloster Lluc fahren, aber bereits nach wenigen Kilometern fing es leicht an zu regnen. Leider hatte ich nach 10 Kilometern wieder einen Platten. Nach dem Schlauchwechsel fuhren wir mit einem guten Schnitt bis nach Sa Pobla und entschieden uns kein Risiko in den Bergen einzugehen und dafür flach über Muro und Santa Margalida zurück zu fahren. Unfassbar; kurz vor Muro ein weiterer Platter hinten. Damit ist ganz klar, dass ich mit den Force- und Attack-Pneus wohl kein Glück habe. Nach einem weiteren Schlauchwechsel wurde der Regen immer heftiger und der Wind frischte merklich auf, so dass wir auf direktem Weg zurück nach Alcudia fuhren. In Can Picafort verabschiedeten wir uns von Olli, der noch ein wenig Strecke machen wollte und Richtung Arta abbog. Wir fuhren zurück nach Alcudia und ich war heilfroh ohne weitere Panne im Hotel angekommen zu sein. Das sollte wohl ein Zeichen sein, dass die Trainingswoche endlich zu Ende sein soll 😉

http://connect.garmin.com/activity/465444215

Distanz: 37.16 km
Zeit: 1:12:37
Ø Geschw: 30.7 km/h
Positiver Höhenunterschied: 109 m
Kalorien: 929 cal
Ø Temperatur: 16.6 °C
Ø Leistung: 225 W
Max. Leistung: 613 W
Max Avg Power (20 min): 221 W
Verhältnis – Links/Rechts: 52/48 %
Normalized Power (NP): 238 W

Schnappschüsse…

23.3.2014 – Tag 7 – Rückreise

Nun stehen wir bereits am Ende unserer Trainingswoche. Nach einem letzten entspannten Frühstück wurden wir um 9:00 Uhr vom Hotel abgeholt und zum Flughafen gebracht. Frühzeitig angekommen und mit einer Portion Glück durften wir am „VIP-Check-In“ einchecken, so dass wir uns im Flieger eine komplette Benotti-Reihe sichern konnten. Dennis der olle Glückspilz bekam genau wie auf dem Hinflug den Fensterplatz zugeteilt und wollte auch nicht mit Thomas tauschen. Die Überraschung dann im Flieger 😉

IMG_2607

Was für eine Aussicht 😉

Der Rückflug verlief ohne Schwierigkeiten und die Wartezeit auf dem Flughafen verkürzten wir mit einem kleinen Snack beim „Goldenen M“, bevor wir mit der S-Bahn bis zum HBF Hannover fuhren. Dort verabschiedeten wir uns von Thomas und fuhren mit der „Bimmelbahn“ zurück bis Northeim, wo auch schon die Familien auf uns warteten.

Fazit: Am Ende stehen nun knapp über 600 Kilometer mit mehr als 5500 Höhenmetern auf dem Garmin. Die Trainingswoche hat sich für uns alle gelohnt und hat allen viel Spaß gemacht!

 

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