Fotoshooting mit dem Benotti-Team in Ebbs/Tirol vom 3.-6.10.13

Endlich ist der Bericht vom Team-Wochenende fertig.

3. Oktober

Start ins lange Wochenende mit dem Benotti-Team nach Ebbs. Frühmorgens um 5.00 Uhr klingelte der Wecker. Nachdem Ari und ich halbwegs fertig waren, weckten wir Viki, die erstaunlicherweise sofort hellwach war und in gewohnter Weise anfing, uns Gott und die Welt zu erklären.

Um kurz vor 6 Uhr waren wir dann abflugbereit. Noch schnell zur Gastankstelle in Gieboldehausen, bevor wir uns um 6.30 Uhr an der Beno-Zentrale einfanden. Hier war bereits geschäftiges Treiben zu beobachten. Die letzten Taschen und Räder wurden im Bus verstaut und auch bei uns musste noch eine Tasche und ein Sack voll Trikots Platz finden. Mit ein wenig Verspätung starteten wir dann im Korso in Richtung Autobahn. Allerdings bemerkten wir bereits auf dem Weg dorthin, dass Ebbs möglichst schnell erreicht werden sollte. In Kassel sammelten wir dann Dennis auf, der gerade aus der Nachtschicht kam. Zurück auf der Autobahn ließ ich die anderen fahren, da ich möglichst im „Gasbereich“ nach Ebbs kommen wollte. Die Fahrt in Richtung Würzburg verlief ohne Probleme. Wir wechselten auf die A3 und in Nürnberg auf die A9, während die anderen über die A73 bis Nürnberg fuhren. Langsam wurde es voller auf der Autobahn. Um so mehr wir uns München näherten, um so zäher floss der Verkehr. Ab München standen wir eigentlich fast permanent im Stau und ich konnte Viki gut verstehen, die langsam ungeduldig wurde, schließlich waren wir bereits mehr als 7 Stunden unterwegs. Nachdem wir dann endlich die Autobahn verlassen konnten, ging es bis Ebbs im Stau weiter. Wir beneideten glaube ich alle die Radfahrer, die uns überholten. Ab München wären wir mit den Rennrädern sicher schneller gewesen. Aber auch der längste Stau hat irgendwann ein Ende und so erreichten wir um 14.30 Uhr unser Hotel „Zum Postwirt“ in Ebbs/Tirol.

Wir packten direkt aus und verstauten die Räder im Radkeller. Bernd machte sich gleich dran, die Testräder aufzubauen und nach einem stärkenden Mittagessen, beschlossen wir das phantastische Wetter zu nutzen und in der Nachmittagssonne noch ein paar Photos mit dem für dieses Wochenende gebuchten Fotografen Marco zu machen. Dabei kamen bereits geniale Bilder heraus und wir freuten uns auf die Einzelaufnahmen am kommenden Tag.

Benotti_Ebbs – 01 Benotti_Ebbs – 02

Nachdem die Photos im Kasten waren fuhren wir zurück zum Hotel und entspannten noch ein wenig, bis wir uns um 19.00 Uhr zum Abendessen trafen. Es gab zünftige Tiroler-Kost und ich glaube, so jeder hat sich mit Knödeln und Kässpazen etc. völlig übernommen 😉 Bei einem (oder auch zwei) alkohol-„freien“ Weizen wurde dann noch der kommende Tag besprochen und die Fahrer für die einzelnen Szenen festgelegt. Mit vollem Magen traten wir ziemlich früh den Weg ins Bett an, um am kommenden Tag fit für das Fotoshooting zu sein.

4. Oktober

Wir saßen bereits um 8.30 Uhr in voller Montur beim Frühstück, um möglichst pünktlich aufzubrechen. Nachdem der Bus gepackt war, ging es los zur ersten Location, bei der die Rennrad-Fotos geschossen werden sollten. Das Wetter war bei weitem nicht mehr so gut, wie noch am Vortag und ab Mittags war auch Regen angekündigt. Die „Models“ Jan, Dennis, Meik und ich fuhren mit Marco mit, während Bernd und Horst die Räder im Benotti-Bus hinterherfuhren. Wir fuhren eine schöne und steile Serpentinen-Straße in Richtung Walchsee hinauf und nach wenigen Minuten war die erste passende Szene gefunden. Man merkte sofort, dass Marco ein Profi war, der sein Handwerk verstand. Nicht umsonst wird der selbständige Fotograf mit Aufträgen von namhaften Fachzeitungen wie der World of Mountainbike oder auf der Procycling gebucht.

Benotti_Ebbs – 05Benotti_Ebbs – 04

Für die ersten Szenen stellte er sich Fahren im Wiegetritt in verschiedenen Lenkerpositionen vor. Damit es nach Sommer aussah, sollten wir kurz/kurz fahren. Bei unter 10°C ein „wahres“ Vergnügen. Wir hatten Bedenken, dass man die „Entenpelle“ auf den Fotos sehen könnte 😉 Jeder Fahrer fuhr ein anderes Rennrad-Modell. Dennis fuhr sein eigenes FUOCO TEAM CARBON in der dreifarbigen Team-Lackierung, Meik fuhr ein FUOCO-TEAM CARBON in der neuen schwarz/weißen Ausführung, Jan fuhr das FUOCO AL und ich durfte meinen Erlkönig als FUOCO CARBON präsentieren. Nachdem diese Fotos im Kasten waren, wechselten wir den Standort mehrere Male und machten weitere Aufnahmen. Mittlerweile waren unsere Benottis Franzi, Thomas und Reinhard ebenfalls am Set angekommen und so machten wir noch ein paar weitere Gruppenaufnahmen zu sechst.
Langsam zog der Himmel zu und es dauerte auch nicht mehr allzu lang, bevor es wie angekündigt begann zu regnen. Wir hatten es gut, konnten wir doch nach dem Verladen der Fotoausrüstung und der Bikes in den trockenen und warmen Bus steigen. Franzi, Thomas und Reinhard mussten bei strömendem Regen zurück nach Ebbs fahren. Eigentlich wollten wir ja von hier aus zusammen eine Runde zum Walchsee fahren, wodurch die Testräder aber sicher richtig dreckig geworden wären. Aus diesem Grund fuhren wir mit Marco, Bernd und Horst zum zweiten Spot auf die Alm, wo die Mountainbike-Bilder geschossen werden sollten. Was ein Abenteuer! Von ca. 450 Meter üNN wand sich eine anfangs geteerte Serpentinen-Straße immer höher hinauf. Nachdem wir für den weiteren Weg nach oben an einer Schranke 5 Euro in Kleingeld – ohne Wechselmöglichkeit – eingeworfen hatten, dauerte es keine 200 Meter mehr, bis aus der geteerten Straße eine Schotterpiste wurde…

Oben wurden wir bereits von den Mountainbikern erwartet, die bereits um 9.00 Uhr zur Alm aufgebrochen waren. Es hatte mittlerweile wieder aufgehört zu regnen, so dass wir nach einem leckeren Stück Kuchen und einer heißen Tasse Kaffee einige Hundert Meter weiter nach oben fuhren, wo wir auf knapp 1500 Metern üNN ein schönes Panorama für die beiden Fullys und das Carbon-Hardtail vorfanden. Beim Einparken gab es einen unsanften Schlag im Bus und beim Aussteigen sahen wir schnell das Malheur: Der einzige Stein hier oben weit und breit hatte sich dummerweise aufgestellt und in die Flanke des hinteren linken Reifens gebohrt. Mit einem leisen Pffffftttt entwich noch die letzte Luft, bevor der Bus „tiefergelegt“ vor uns stand. So hatten wir alle was zu tun 😉 Die Mountainbiker mit Lippi, Diddi und einem Kumpel machten sich langsam für das Shooting bereit und wir machten uns an den Reifenwechsel. Glücklicherweise war der Bus von Marco nicht wie im Standard mit einem Pannenspry, sondern mit einem vollwertigen Ersatzreifen ausgestattet. Es war ein absolutes Abenteuer den Reifen mit dem Bordwerkzeug zu wechseln, denn der Bus schwankte bedenklich, als sich das Rad endlich vom Boden abhob. So waren mehrere Personen damit beschäftigt, den Bus vorm wegkippen abzuhalten, während Dennis und ich versuchten, das kaputte Rad schnellstmöglich ab und das neue wieder draufzubekommen und mit Muttern zu sichern.

Als der Wechsel unfallfrei vollzogen war, konnten wir das MTB-Shooting vor einer genialen Kullisse genießen und halfen beim Transport der mobilen Blitzanlage von einem Spot zum nächsten. Die drei Jungs hatten ihre Bikes gut im Griff und so waren die verschiedenen Szenen kurz nach 13.00 Uhr im Kasten.

Pünktlich mit dem Regen konnten wir dann wieder ein Stück hinab fahren und warteten darauf, dass der Regen noch einmal kurz ein Einsehen mit uns haben würde, denn an einer urigen Hütte sollten noch die Detail-Aufnahmen für die MTBs entstehen. Dann noch eine Schrecksekunde. Auf der Abfahrt vom Spot zur Hütte packte sich Horst mit seinem MTB der Länge nach hin und hatte einige Schürfwunden an den Händen und am Ellenbogen. Nach ein paar Minuten war der Wettergott noch einmal gnädig mit uns uns so konnten noch ein paar Detailfotos geschossen werden, bevor es sich endgültig einregnete. Aber das wichtigste war ja nun geschafft. Nachdem das Equipment verstaut war fuhren die MTBler mit den Rädern ab und wir schlängelten uns mit den Bussen die Serpentinen hinunter bis nach Ebbs. Wir freuten uns alle auf eine warme Dusche und der ein oder andere entspannte nach diesem Tag erst einmal in der Sauna.

Benotti_Ebbs – 24

Um 18.30 Uhr trafen wir uns dann wieder zum leckeren Abendessen und im Anschluss zu einer gemütlichen Runde an der Bar. Hier konnten wir auch bereits die ersten Bilder sehen. Gegen 22.30 Uhr verlagerten wir uns auf den Flur in der ersten Etage. Während einige bereits schlafen wollten, saßen wir noch nett zusammen und warteten bis Mitternacht, um Sille zum Geburtstag zu gratulieren. Danach wurde Schlafenszeit ausgerufen und wir verabredeten uns wieder zum zeitigen Frühstück um 8.30 Uhr.

5. Oktober

Glücklicherweise hatte es Abends aufgehört zu regnen, so dass wir bereits frühzeitig auf eine längere Radtour aufbrechen konnten. Die Wettervorhersage sagte Regen ab Mittag voraus und sollte Recht behalten. Leider gab es ein paar kleinere Unstimmigkeiten im Team, so dass wir zuerst nur zu Viert auf unsere Tour starteten. Während Bernd mit Marco noch die letzten Detailsfotos für die Rennräder und die Hardtails fotografierte, starteten Franzi, Meik, Dennis und ich auf unsere Erkundungstour. Einen echten Plan hatten wir nicht uns so fuhren wir erst einmal flach in Richtung Kufstein. Unterwegs telefonierten wir kurz mit Bernd, der mittlerweile auch mit den Fotos durch war. Jan und er machten sich auf den Weg und wir verabredeten uns am Walchsee.

Leider hatten wir uns ein wenig verfahren und nicht auf dem Plan, dass wir uns mittlerweile auf der gegenüberliegenden Seite des Wilden Kaisers befanden. So mussten wir über St. Johann zurück bis kurz vor Kitzbühel. Mittlerweile fing es auch noch an zu regnen und so kamen wir auch ziemlich nass am Walchsee an, wo wir bereits in einem netten Café von Bernd und Jan erwartet wurden. Hier wurde ein kleines Päuschen eingelegt, bevor wir bei strömendem Regen den Walchsee umrundeten und zurück nach Ebbs fuhren. Am Ende hatten wir knapp 90 Kilometer auf dem Tacho. Nachdem die Räder, die Klamotten und wir gewaschen waren, trafen sich einige zu einer entspannenden Massage oder einem Saunagang bevor wir am Abend ein 5-Gänge-Gala-Dinner genießen konnten. Das Essen war wirklich hervorragend und selbst ich aß ungeachtet dessen, dass ich eigentlich keinen Fisch esse, das Lachstatar! Ein schöner Abend, den wir wegen einer Hochzeit nicht an der Bar ausklingen lassen konnten, sondern wie die Hühner auf der Stange in einem Wirtsraum nebenan verbrachten, was der Stimmung jedoch nicht im Geringsten schadete.

6. Oktober

Frühstück um 8.30 Uhr und fertig machen für die Rückfahrt nach Hause. Eigentlich wollten wir den Vormittag hier verbringen und eine kurze Abschiedsrunde drehen, aber die Klamotten waren vom Vortag bei den meisten nicht trocken geworden. Somit wurde beschlossen, noch vor dem Mittag die Heimreise anzutreten.

Nachdem der Bus gepackt war, starteten Ari, Viki und ich um 11.00 Uhr und stellten uns auf der AB direkt wieder im Stau an… Die anderen Benottis starteten eine halbe Stunde später gemeinsam auf die Heimreise. Bereits weit vor München fing es wieder an sehr zäh zu laufen und nach zwei Stunden hatten wir gerade einmal 100 Kilometer geschafft. Die Verkehrsnachrichten meldeten auch keine Verbesserung der Lage bis Ingolstadt. Nach endlosen kleineren Staus, beschlossen wir ab Nürnberg nicht weiter auf der A9 zu fahren, sondern wechselten auf die A73 in Richtung Suhl und im weiteren Verlauf auf die A71 über den Thüringer Wald bis nach Erfurt. Leider wussten wir nicht, dass auf der gesamten Strecke keine einzige Autobahntankstelle ist. So fuhren wir nicht nur unseren Gastank komplett leer, sondern auch das teure Benzin bis fast zur Reserve 😦 Erst kurz vor Sondershausen fanden wir eine Tankstelle, an der wir Flüssiggas tanken konnten. Der Rest war dann zum Glück schnell abgespult und zur Belohnung, dass Viki wieder so gut durchhielt wurde beim Restaurant mit dem Goldenen „M“ zu Abend gegessen.

Ein wirklich schönes Wochenende ging zu Ende. Die Autofahrt hätte man sich jedoch gerne sparen können 😉 Insgesamt verbrachten wir knapp 17 Stunden bei 1300 Kilometern auf Deutschlands Straßen. Die Gegend rund um Ebbs ist einen weiteren Besuch wert und das nicht nur zum Radfahren! Vielleicht werden wir noch einmal privat nach Ebbs fahren, da das Familienleben an diesem Wochenende ein wenig kurz kam.

 

PS: Die Fotos sind alle privat entstanden. Keines der Bilder ist aus dem Fotoshooting, da diese Bilder zuerst für andere Zwecke gedacht sind 😉

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