31. Südharz-Radtourenfahrt, 180 Kilometer, 1666 Höhenmeter, 30er-Schnitt

Heute fand die 31. Südharz-Radtourenfahrt des RV Wanderlust e.V. in Bad Lauterberg statt. Ich verabredete mich kurzfristig mit Matthias zur Sternfahrt, wenn das Wetter es zulassen würde. Klar war, dass ich keinesfalls bei Regen losfahren wollte. Bernd hatte mir sein Benotti Fuoco Team mit Cosmic Vollcarbon-Laufrädern geliehen, da meines noch zur Reparatur in Gieboldehausen bei BENObikes steht. Klar war auch, dass ich nicht auf die Marathon-Strecke gehen würde. Mit An- und Abfahrt sind das immerhin 265 Kilometer. Das wäre nix geworden. Dafür hatte der Ötztaler letzte Woche zu viele Körner gekostet.

Der Blick aus dem Fenster zeigte um 5:30 Uhr trockene Straßen. Heimlich hatte ich mir Regen gewünscht, denn dann hätte ich wieder ins Bett gehen können 😉 Aber so blieb mir „nichts anderes übrig“ und ich startete um 6:30 Uhr langsam in Richtung Osterode, wo ich mich um 7:00 Uhr mit Matthias am Röddenberg treffen wollte. Als er dann angefahren kam, konnte es also nach Bad Lauterberg losgehen. Über Aschenhütte, Herzberg, Scharzfeld und Barbis erreichten wir den Startpunkt in der Wissmannstraße noch vor 8:00 Uhr. Da es an der Anmeldung ziemlich leer war, konnte Matthias sogar noch rechtzeitig mit dem Hauptfeld auf den Marathon starten. Ich bin gespannt auf seinen Bericht!

Jetzt hatte ich noch eine halbe Stunde Zeit bis der Startschuss für die RTF’ler fallen sollte. Man traf das ein oder andere bekannte Gesicht von anderen Veranstaltungen und darüber hinaus waren auch mehrere vom Benotti-Team am Start. Michael hatte ebenfalls vor, die 115 Kilometer-Strecke zu fahren und so starteten wir um 8:30 Uhr zusammen in Richtung Butterberg. Das Tempo wurde sogleich angezogen, aber ich konnte mich ganz gut an die Spitzengruppe hängen. Bis Osterhagen blieb ich dran, ließ dann aber mit zwei anderen am Bahnübergang in Richtung Mackenrode abreissen, da die anderen schonungslos für das Matterial über die Schienen ballerten. Es war dann ein hartes Stück Arbeit das Loch bis nach Tettenborn zuzufahren. Endlich wieder im Windschatten, hieß es dann erst einmal ein wenig ausruhen. Das Tempo war sehr hoch und so ging es wie im Flug durch Neuhof, Bad Sachsa, Walkenried, Gudersleben, Woffleben und Ellrich der ersten Kontrolle in Zorge entgegen. Ich musste hier für den Kontroll-Stempel anhalten. Der große Teil der Truppe fuhr jedoch gleich durch.

Es dauerte jedoch nicht lang, bis die zweite Gruppe mit Michael an der Kontrolle ankam. Ab hier zog die Strecke so langsam an und über die kommenden 20 Kilometern ging es nun stetig bergauf bis bis zum Nullpunkt auf 600 üNN, wo die zweite Kontrolle stattfand. Ich war froh, hier etwas verschnaufen zu können, da ich merkte, dass noch ziemlich Körner fehlen… Die Gruppe passte ganz gut und so ging es mit 10-12 Fahrern weiter nach Braunlage und über die leider gerade am Wochenende vielbefahrene B4 bis zur Abfahrt Sonnenberg auf über 800 Meter üNN. An der Auffahrt zur B4 musste ich abreißen lassen, da nichts mehr ging. Danke an Michael, der netterweise ein wenig rausnahm und auf mich wartete. Aber die meisten Höhenmeter waren ja bereits geschafft und so konnte ich mich auf dem letzten Anstieg zum Sonnenberg auch wieder ein wenig motivieren. Hier überholten wir überraschenderweise einige Fahrer der ersten Gruppe, die mit einer Reifenpanne zu tun hatten. Scheinbar hatten wir noch gar nicht so viel Zeit verloren.

Auf der Abfahrt nach St. Andreasberg konnten wir uns dann ein wenig ausruhen. Die Cosmic-Laufräder lassen sich super fahren, allerdings bin ich noch immer skeptisch, wie die Nassbremsleistung bei Vollcarbon sein würde. In Silberhütte bogen wir dann rechts in Richtung Sieber ab. Oh Schreck Rollsplitt! Michael ist die Strecke vor kurzem bereits einmal gefahren und prophezeite, dass der Rollsplitt bis zum Parkplatz Schluft auf der anderen Seite liegen würde. Na super! Also ging es unfreiwillig langsam den Berg hinab!

Unterwegs überholten wir dann noch einige TG- und Benotti-Fahrer, die im Sternfahrtmodus auf der 71 Kilometer-Runde unterwegs waren. Am Ende der Schluft war die Straße dann wieder frei und so konnten Michael und ich wieder Gas geben. So ging es dann in schneller Fahrt durch Sieber in Richtung Herzberg bis zur dritten Kontrolle und nach ein paar Minuten machten wir uns dann mit Rückenwind auf die letzte Etappe über Herzberg, Scharzfeld und Barbis zurück nach Bad Lauterberg.

Nach der Abgabe der Kontrollkarte holte ich meine Wertungskarte ab auf der 4 Punkte eingetragen waren; für 180 Kilometer „hart“ erkämpft… Nach kurzer Verabschiedung von Michael fuhr ich, nun leider mit Gegenwind, wieder die gleiche Strecke wie auf der Hinfahrt zurück nach Hause wo ich nach knapp 180 Kilometern mit 1666 Höhenmetern und einem 30er-Schnitt wie versprochen vor 14:00 Uhr ankam.

http://connect.garmin.com/activity/368712744

Distanz: 179.73 km
Zeit: 5:59:11
Ø Geschw: 30.0 km/h
Positiver Höhenunterschied: 1,666 m
Kalorien: 3,783 cal
Ø Temperatur: 10.4 °C

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