Energy-Radmarathon Südniedersachen (extra lang)

Um 7 Uhr ging es heute zum Energy-Radmarathon Südniedersachen nach Northeim. Matthias war nicht pünktlich und so rollte ich alleine los. Am Start angekommen, hatte ich noch etwas Zeit und erzählte kurz mit einigen Bekannten. Um kurz vor 8 Uhr kam dann auch Matthias an. Pünktlich um 8 Uhr fiel der Startschuss auf den 212 Kilometer langen Marathon. Mit uns starteten auch die RTF-Fahrer und so ging es im großen Feld recht zügig los. An der ersten nennenswerten Steigung von Edesheim nach Eboldshausen fiel das Feld bereits in mehrere kleine Gruppen auseinander. Ich kam an der ersten Kontrolle im ersten Verfolgerfeld auf die Spitzengruppe an. Wir hielten uns nicht lange auf und ließen uns nur schnell den Kontrollstempel auf die Karte drücken und fuhren weiter. Das Tempo passte und so fuhr ich mit dieser Gruppe weiter. Auch Matthias konnte wieder auf uns aufschließen und fuhr mit uns bis K2 in Sievershausen mit. Jetzt wurde es das erste Mal ernst. Von Sievershausen ging es nun stetig bergauf bis nach Silberborn, womit wir auch den höchsten Punkt auf 505 Meter erreichten. Am Anstieg zerfiel unsere Gruppe komplett.

Bis K3 fuhr ich mein eigenes Tempo und war auf mich allein gestellt. Glücklicherweise verlor ich aber nicht all zuviel Zeit und konnte durch eine „Sprintpause“ wieder an die Gruppe anschließen. Von hier aus ging es dann in einer 10er Gruppe bei Gegenwind an der Weser entlang. An den folgenden Anstiegen, verloren aber immer mehr den Anschluss, so dass wir bis Adelebsen nur noch zu Dritt waren. In Lütgenhausen an K4 hatte noch niemand mit uns gerechnet und so fiel die warme Verpflegung für die Marathonis aus. Egal! Ein weiterer Doppelkeks und eine Banane musste reichen. Ich fuhr mit einigen RTF’lern weiter. In Sudheim dann die letzte Tourteilung, von wo aus die Marathon-Strecke geradeaus zum Golfclub Hardenberg hinauf führte. Ab hier war ich dann wieder auf mich allein gestellt. Die Beine machten sich bereits bemerkbar. Am Golf-Club angekommen konnte ich aber auf der Fahrt bergab in Richtung Suterode gut regenerieren. Ein Gel brachte noch ein wenig Schub. Weiter ging es über Katlenburg nach Elvershausen und dann über die 13% Rampe nach Marke. Hier überholte ich zwei Marathonis. Mit Rückenwind ging es dann weiter nach Nienstedt. Ich überlegte kurz, ob ich nicht schnell mal einen Abstecher nach Hause machen sollte ;-), aber ich fuhr auf direktem Weg weiter hinauf in den Westerhöfer Wald. Auf dem Weg zur Kuppe konnte ich dann einen weiteren Marathonfahrer überholen. Es lief erstaunlich gut, dafür dass bereits mehr als 200 Kilometer auf dem Tacho standen. Bis hierhin konnte ich einen knappen 32er-Schnitt halten. Die Abfahrt nach Westerhof brachte wieder ein wenig Erholung. Ab hier wurde es dann ziemlich windig, aber bis zur K5 in Willershausen war es nicht mehr weit. Hier machte ich dann ein paar Minuten Pause, bis die 3 überholten Marathon-Fahrer ebenfalls an der Kontrolle ankamen.

Nachdem der Stempel abgeholt war, folgte ich der Straße in Richtung Oldenrode. Ein paar hundert Höhenmeter lagen auf den kommenden 23 Kilometern noch vor mir. Der Wind frischte immer mehr auf und hinauf nach Wiershausen, schwanden dann so langsam die Kräfte. Aber wo es rauf geht, geht es auch immer wieder runter und so gab es die nächste Verschnaufpause auf der Abfahrt nach Sebexen. Frontaler Gegenwind mit seitlichen Böen machten die nächsten Kilometer dann ziemlich unangenehm zu fahren. Mein Benotti Fuoco Team versetzte teilweise ziemlich heftig; das Manko von Hochprofilfelgen. Ab Echte kam der Wind dann direkt von vorne, was mir immer noch lieber war als Seitenwind. Die vermeintlich letzte Steigung nach Imbshausen war schnell überwunden, auf der ich mir noch einen weiteren Marathonfahrer schnappte.

Von Imbshausen ging es nicht wie gedacht direkt nach Northeim. Der Cicli-Club Northeim hatte noch eine „kleine“ selbst mir unbekannte Gemeinheit eingebaut. Die Streckenführung ging über Lagershausen und Denkershausen und weiter in einem recht steilen Stich mit über 12% zur Siedlung Brunstein. Hier war ich in meinem ganzen Leben noch nicht, und dabei ist dieser Ort so nah…

Jetzt war es fast geschafft. Über Langenholtensen ging nach einem kleinen Schlenker durch Northeim wieder zurück zum Startpunkt. Ich wartete ca. 15 Minuten auf Matthias. Da sich der Himmel aber in Richtung Osterode ziemlich zuzog, machte ich mich um 15:30 Uhr auf den Heimweg und erreichte Forste um 16.00 Uhr. Meine Frau war recht erstaunt, weil sie um diese Uhrzeit noch nicht mit mir gerechnet hatte. Nach 9 Stunden Gesamtzeit und 8:07 Stunden Fahrtzeit hatte ich 253 Kilometer mit über 2100 Höhenmetern hinter mich gebracht. Mit dem erreichten Schnitt von über 31 km/h bin ich auch mehr als zufrieden.

Vielen Dank an das Orga-Team vom Cicli-Club Northeim! Eine tolle Strecke! Nette und hilfsbereite Menschen an den Kontrollen! Und dafür, dass wir zu schnell an K4 waren, konntet Ihr ja nichts 😉

http://connect.garmin.com/activity/328079827

Distanz: 252.82 km
Zeit: 8:07:53
Ø Geschw: 31.1 km/h
Positiver Höhenunterschied: 2,137 m
Kalorien: 4,450 cal
Ø Temperatur: 17.8 °C

Höhenprofil:

2013-06-15_Profil

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