Lanzarote – Ironman Lanzarote (als Zuschauer ;-)

Heute stand der Besuch beim Ironman Lanzarote auf dem Programm. Da die Startzeit mit 7.00 Uhr nicht gerade familientauglich ist und wir zum Start bereits um 5:10 Uhr hätten losfahren müssen, entschieden wir uns erst einmal in Ruhe zu frühstücken und dann gegen 10:00 Uhr mit dem Bus nach Puerto del Carmen zu fahren.
Da unsere Urlaubsbekanntschaften aus Berlin bereits heute abreisten stand vor der Abfahrt noch eine Verabschiedung auf dem Plan. Nach der tränenreichen Verabschiedung zwischen Viki und Tabea mit dem Versprechen, sie in Berlin zu besuchen, ging es dann um 10:30 Uhr los. Um 11:30 Uhr kamen wir in einem brechenvollen Bus in Puerto del Carmen an. Natürlich war hier regelrechter Ausnahmezustand. Alle Strassen waren abgesperrt. Nach einem kurzen Fußmarsch kamen wir an der Wechselzone an. Da mit den Schnellsten gegen 13.00 Uhr gerechnet wurde, war hier natürlich alles verwaist. Wir spazierten weiter in Richtung Ziel. Auch hier war recht wenig los und so konnten wir einen schönen Platz in der ersten Reihe ergattern. Drei überaus witzige Moderatoren ließen die Zeit schnell vergehen.

Um 12:45 kam dann Faris al Sultan als Führender in der Wechselzone an. Der deutsche konnte einen Vorsprung von satten 10 Minuten auf den Zweitschnellsten herausfahren. Nach gerade einmal 2 Minuten in der Wechselzone passierte er die Start-/Ziellinie und ging auf die Marathondistanz.

Das Publikum wurde schön angeheizt, so dass er bei tosendem Beifall auf die Strecke ging. Als Zweiter kam der Brite Philip Graves in der Wechselzone an, dicht gefolgt vom Spanier Miguel Blanchart, der am Ende die Nase vorne haben und den zweiten Platz erreichen würde. Nun kam so langsam Leben in die Wechselzone. Immer mehr öffneten noch während der Fahrt ihre Schuhe und sprangen mal mehr, mal weniger geschickt vom Rad und rannten meist barfuß durch die Wechselzone, um das Rad gegen die Laufschuhe zu tauschen. Nun hieß es für immer mehr, nach der kräfteraubenden 180 Kilometer langen Raddistanz mit mehr als 2550 Höhenmetern noch einen ganzen Marathon zu bewältigen. Im Mittelfeld sah man dann auch immer mehr, die bereits sehr fertig waren. Nach knapp 1:20 Stunden umrundete der Faris al Sultan das erste Mal den Wendepunkt und ging auf die zweite von insgesamt drei Runden. Der Spanier Miguel Blanchart, der als Dritter aus der Wechselzone auf die Laufstrecke ging, konnte auf der ersten Runde Zeit gutmachen und den bis dato zweitplatzierten Briten überholen. Nach 5 Minuten passierte auch er den Wendepunkt, dicht gefolgt von Philp Graves.

Die deutsche Kristin Möller ging zwischenzeitlich mit einem deutlichen Vorsprung von 15 Minuten auf die Laufstrecke, die sie bis zum Ende auf ganze 32 Minuten auf die Zweitplatzierte ausbauen konnte.

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Nach dem Faris das letzte Mal den Wendepunkt passiert hatte, waren sich die Experten einig, dass er der nächste Ironman Lanzarote 2013 werden würde, wenn seine Beinverletzung, die ihn vor einem Monat in Südafrika zur Aufgabe zwang, nicht wieder Probleme machen würde.

Aber bis dahin sollte noch eine knappe Stunde Vergehen. Wir nutzten die Zeit eine Kleinigkeit bei einem Italiener in nur 10 Meter Entfernung von unserem Platz am Zielbogen zu essen. Nachdem wir uns gestärkt hatten, konnten wir nahezu an die gleiche Stelle unter einem schattenspendenden Baum zurückkehren und dem Treiben weiter zuschauen. Mittlerweile waren bereits 8:30 Stunden seit dem Start vergangen, als die Moderatoren mitteilten, dass Faris nur noch wenige Kilometer vor dem Ziel seinem insgesamt siebten Ironman-Titel entgegenlief. Den Streckenrekord würde er zwar nicht brechen können, aber mit einer Zeit um 8:40 Stunden beim härtesten Ironman sicher sehr zufrieden sein.

Und so fieberte das Publikum dem Sieger entgegen, welches nun auch noch durch die Moderatoren mit der Drohung angeheizt wurde, dass Faris vor der Ziellinie stehenbleiben würde, wenn er nicht genug Applaus bekommen würde… Die Kamera war dann auch auf ihn gerichtet, als er den Red Bull Bogen kurz vor dem Ziel passierte. Entspannt, das Publikum abklatschend, lief er dann nach 8:42:40 Stunden über die Ziellinie und gewann damit seinen ersten Ironman auf Lanzarote. Knapp 9 Minuten später kam der Spanier Miguel Blanchart über die Ziellinie. Dritter wurde Kirill Kotsegarov, der den Briten Philip Graves noch auf der letzten Runde überholte.

Wir setzten uns aber zwischenzeitlich langsam im Bewegung, um den nächsten Bus zurück nach Costa Teguise zu erwischen. Unterwegs konnte ich noch ein paar eindrucksvolle Photos in der Wechselzone machen, in der nun die Räder immer mehr und die Wäschebeutel immer weniger wurden. Die Athleten, die nun über die Ziellinie kamen, nahmen sich nun auch ein wenig mehr Zeit zum umziehen und tauschten sich dabei auch lebhaft über das bisher Erlebte aus.

Wir machten noch eine kurze Pause im Ironman-Store, in dem ich nicht Drumherum kam, mir ein zu meinem Bike farblich passendes Ironman-Trikot zu kaufen ;-). Auch Ari und Viki kleideten sich mit einem T-Shirt und einem stylishen Basecab ein. Um 16.30 Uhr konnten wir dann einen Bus erreichen, mit dem wir nach einem langen Ber sehr schönen Ausflug gegen 17.30 Uhr wieder zurück in Costa Teguise fuhren.

Triathlon; meine nächste Herausforderung? Wer weiß…

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