RTF Gieboldehausen – Frühstart in die RTF-Saison

Heute stand die erste RTF in Gieboldehausen auf dem Programm. Matthias und ich hatten geplant auf die 120er-Runde zu gehen. Roland entschied sich auf Grund seinen Trainingsstandes für die 86 Kilometer Strecke. Matthias und ich hatten uns in Schwiegershausen für 8:15 Uhr verabredet, um gemeinsam zum Start nach Gieboldehausen zu rollen. Ich startete um 7:50 Uhr von zu Hause und war pünktlich am vereinbarten Treffpunkt. Kurz hinter dem Ortsschild holte uns Michael ein. Er hatte den Start vom Wetter abhängig gemacht. So ging es zu dritt über Wulften und Steinkrug nach Gieboldehausen. An der Grundschule angekommen, wunderten wir uns ein wenig über die wenigen Autos, die um 8:40 Uhr auf dem Parkplatz standen. Michael scherzte, dass der Start erst um 10.00 Uhr sein würde. Da Roland aber auch bereits da war, konnte das natürlich nicht sein… In der Anmeldung angekommen, bot sich ein ziemlicher verlassener Anblick. Roland hatte die Startnummer 1 ergattert. Ich meldete mich mit der Wertungskarte an und entledigte mich sogleich meinem Windjacken-Päckchen. Die Benotti-Weste reichte völlig aus.

Schnell noch Pipi machen und dann kann es auch schon losgehen. Sollte die heutige RTF so dermaßen ins Wasser fallen und das beim dem Wetter? Plötzlich ein Raunen bei den TG-Jungs… Tatsächlich war die Startzeit von 10-11 Uhr. Nachdem mir Michael das Versprechen abgerungen hatte, dass ich dafür einen ausgeben muss, überlegten wir was wir nun tun wollten. Nun war „gutes Rad teuer“ (wie der Rennradfahrer so schön sagt 😉

Wir beschlossen, vor dem Feld zu starten und so saßen wir gegen 9:15 Uhr auf den Rädern. In Richtung Wollershausen und Rüdershausen kamen uns dann die ersten Benottis entgegen, die uns ziemlich erstaunt anschauten. Ich ärgerte mich maßlos, da ich eigentlich ein wenig Körner im großen Feld sparen wollte. Weiter ging es über Rhumspringe, Hilkerode und Fuhrbach zum ersten Anstieg zur Roten Warte, bevor es auf der anderen Seite direkt wieder im Schuss hinunter nach Duderstadt ging. Da wir so früh dran waren, fehlten teilweise noch die Beschilderungen der Tourteilungen.

Wir fuhren weiter über Ecklingerode und Brehme zum nächsten Anstieg, der es so richtig in sich hat. Ich fuhr mein eigenes Tempo und konnte den gesamten Anstieg auf dem großen Kettenblatt fahren. Oben auf dem Sonnenstein angekommen wartete ich auf Michael, Matthias und Roland. Matthias musste seine Schaltung nachstellen, da er nicht auf das kleine Kettenblatt runterschalten konnte. Es wehte ein eisiger Wind und ich bereute es ein wenig, meine Windjacke in Gieboldehausen gelassen zu haben. Aber was soll’s…

Vom Sonnenstein ging es dann weiter in Richtung Worbis. Die erste Kontrolle war noch nicht besetzt, aber glücklicherweise kam uns das Kontrollteam kurz vor der 86/120-Tourteilung entgegen und fragte uns ob wir Verpflegung oder den Kontrollstempel haben wollen. An der Tourteilung fuhren Roland und Michael weiter in Richtung Kirchohmfeld und Matthias und ich weiter im heftigen Gegenwind nach Haynrode. Matthias hatte Mühe sich in meinem Windschatten zu halten. Wir fuhren durch Breitenworbis, Neuenhagen und Niederorschel. Ich nahm einige Male das Tempo raus und wartete auf ihn. Hinter Niederorschel begann der nächste Anstieg, an dem Matthias meinte, ich solle vorfahren. Wir einigten uns darauf, dass ich an der nächsten Kontrolle auf ihn warten würde. An der zweiten Kontrolle war bereits alles aufgebaut und so konnte ich meine Flasche auffüllen und bei einer Banane auf Matthias warten. Der wollte scheinbar keine Zeit verlieren, drückte sich seinen Stempel auf den Zettel und verdrückte 2 Stückchen Apfel und winkte zur Weiterfahrt. Ab hier ging es dann recht lange bergab und dazu hatten wir auch noch Rückenwind. Kurz vor Reifenstein merkte ich, dass Matthias wieder nach hinten abfiel, also nahm ich ein wenig Tempo raus. Nachdem er wieder ran war, meinte er dann ich könne ruhig mein Tempo fahren. Nach kurzem Zögern verabscheideten wir uns und ich setzte die Tour über Birkungen, Leinefelde, Breitenbach und Hundeshagen alleine fort. So langsam merkte ich meine Beine, aber die meisten Höhenmeter waren bereits geschafft und so konnte ich mein recht hohes Tempo auch über Teistungen und Berlingerode weiterfahren. Kurz vor der dritten Kontrolle überholte ich einige Radfahrer von der 86er-Tour. An der Kontrolle holte ich mir nur schnell meinen Stempel ab und fuhr direkt weiter. Ab Nesselröden frischte dann der Wind noch einmal so richtig auf, aber trotzdem konnte ich in einem hohen Tempo über Westerode, Germershausen Bernshausen nach Gieboldehausen weiterfahren.

Kurz vor dem Ziel konnte ich Michael von weitem erkennen, der gerade den Heimweg antrat. Er hörte mich leider nicht und so fuhr ich erst einmal zur Schule, stellte mein Fuoco Team ab und holte meine Stempelkarte und die Windjacke ab. Ich setzte mich noch ein paar Minuten zu den Jungs vom Benotti-Team, bevor ich mich auf den Heimweg machte.

Ich fuhr über Steinkrug und Wulften und überlegte mir in Schwiegershausen, dass wenigstens noch die 175 Kilometer-Marke und 1500 Höhenmeter fallen sollen. Also bog ich nicht nach Dorste ab, sondern kurbelte über Beierfelde nach Osterode. An der Söse konnte ich dann noch einen Rennradfahrer mit blauer Windjacke ausmachen. Ich trat noch einmal rein, weil ich annahm, es wäre Michael. Als der aber zum Röddenberg hochfuhr, war ich mir sicher, dass er es nicht war (war er aber doch, stellte sich nachher am Telefon raus 😉

Die letzten Kilometer waren dann mit Rückenwind schnell abgespult und so standen am Ende dann tatsächlich 176 Kilometer und 1506 Höhenmeter auf dem Garmin. Mit dem 29,5er-Schnitt bin ich ebenfalls zufrieden, weil ich merke, dass noch ein wenig Luft nach oben ist. Somit bin ich gespannt, was bei der Tour de Energie am nächsten Wochenende möglich ist.

http://connect.garmin.com/activity/301047184

Distanz: 175.84 km
Zeit: 5:58:00
Ø Geschw: 29.5 km/h
Positiver Höhenunterschied: 1,506 m
Kalorien: 3,390 cal
Ø Temperatur: 9.9 °C

2013-04-21_HF_RTF Gieboldehausen