Das Benotti-Team trainiert für die Tour de Energie – Eine Tour der „Leiden“

Pünktlich 8 Uhr saß ich auf dem Rad in Richtung Gieboldehausen. Wie sollte es auch anders sein; es fing an zu nieseln. Eine Runde um den Hundeplatz und die Entscheidung stand: „Bei Regen fahre ich nicht los.“ Ari dachte sich wohl schon, dass ich gleich zurückkomme und nahm mich mit den Worten „Pack das Rad ins Auto und fahre rüber“ in Empfang. „Nee, dann fahre ich lieber heute Nachmittag hier eine Runde“, sagte ich, kontaktierte aber zeitgleich Michael K. per Messenger. „Bei uns ist es trocken, wir fahren gleich los. Es wird nachher besser“, schrieb er zurück. Ich rang mit mir, aber um 8.30 Uhr siegte der Schweinehunde. Schnell wurde das Benotti ins Auto verfrachtet und ab ging es. Unterwegs nieselte es teilweise ziemlich heftig, aber in Gieboldehausen war es tatsächlich trocken. Unfassbar, bis um kurz nach 9 Uhr versammeln sich an die 20 Leute am Laden!

Dann ging es endlich los. In Zweierreihe fuhren wir zuerst über die B27 in Richtung Göttingen, am Ende fährt der Benotti-Bus als Begleitfahrzeug. Das wir heute häufiger sehr froh über das Begleitfahrzeug sein würden, ahnte zu diesem Zeitpunkt noch niemand… An der Abfahrt Wollbrandshausen konnten wir die B27 dann verlassen und folgten ruhigen Landstraßen nach Seeburg und im weiteren Verlauf nach Seulingen und Landolfshausen. Die erste Reifenpanne ließ nicht lange auf sich warten. Bei der nächsten Gelegenheit hieß es wieder umdrehen und dem Pechvogel und den Pannenhelfern wieder entgegenfahren. Nachdem der Schaden behoben wurde, ging es weiter durch Groß- und Klein Lengden. Der Pechvogel hatte eine weitere Reifenpanne, bekam dieses Mal sogar ein Ersatzlaufrad aus dem Bus eingebaut. In Klein Lengden stieß Andreas zu uns, bevor es weiter nach Diemarden und Reinhausen ging. Vor dem Kreisel in Reinhausen riss die Gruppe ein wenig auseinander. Als die Gruppe in Richtung Niedernjesa wieder zusammengefunden hatte, hatten wir ein ordentliches Tempo drauf. Und dann, ganz plötzlich, durch eine Unachtsamkeint relativ weit am Anfang der Gruppe setzte sich ein Verbremser bis zur Mitte des Feldes fort. Hinter uns schepperte es und ein Blick nach hinten verhieß nichts Gutes. Mehrere Fahrer lagen auf dem Boden. Einen hatte es sogar in den Graben verschlagen! Eine erste Begutachtung des Schadens: Uwe mit Schürfwunden, aber zum Glück keine schweren Verletzungen. Material bis auf das Kuhlenkerband heile, aber bei Markus K. waren am hinteren ZIPP 404 Laufrad mehrere Speichen gebrochen! Das war es vorerst für ihn! Also hieß es ab in den Bus. Meik organisierte telefonisch ein Ersatzrad für ihn, dass sogar per Shuttle nach Göttingen gebracht wurde.

Nachdem der Schock verdaut war, ging es weiter über Sieboldshausen und Volkerode und Lemshausen. Hinter Lemshausen ging es dann das erste Mal richtig bergauf, bevor hinter Bökel ein wenig verschnaufen angesagt war. Am Berg riss das Feld auseinander. Wie unten vereinbart, drehten die schnelleren Fahrer oben wieder um und fuhren den Langsameren wieder ein Stück entgegen. Bis nach Dransfeld konnten wir es dann rollen lassen, bevor der eigentliche Grund für die heutige Tour endlich vor uns lag: Der Hohe Hagen! Für die 100er-Tour ist der Hohe Hagen in etwa nach 70 Kilometern zu bewältigen. Auch hier drehten die schnelleren Fahrer wieder um, um sich dem Hohen Hagen ein weiteres Mal zu stellen. Eigentlich ließ sich der Berg ganz gut fahren. Bis hierhin nur nicht überpacen…

Als alle oben angekommen waren, wurde erst einmal eine Rast auf dem Parkplatz des Restaurants eingelegt. Vom Kaffee über Schorle und Müsliriegeln bis zur Banane an alles wurde gedacht. Danke für die super Verpflegung! Nach ca. 20 Minuten hieß es wieder aufsitzen. Wer dachte der Kelch mit dem Pech wäre dieses Mal an mir vorbei gegangen, der hat sich geschnitten… Vom Parkplatz herunter bemerkte ich einen platten Hinterreifen. Das durfte doch wohl alles nicht war sein. Also, Laufrad raus und neuen Schlauch rein. Beim Einbau wurde mir vorbildlich Hilfe geleistet! Danke dafür! Beim Aufpumpen mit der Standpumpe aus dem Bus, gab es plötzlich einen lauten Knall. Scheinbar hatte sich der Schlauch irgendwie verklemmt, so dass er bei Betriebsdruck plötzlich platzte… Zum Glück hatte Bernd auch hier vorgesorgt. Einen Ersatzschlauch mit 80er Ventil war noch im Bus vorrätig. Also hieß es die ganze Prozedur wiederholen… Beim zweiten Mal lief dann alles glatt. Nachdem das Laufrad wieder eingebaut war, konnte die Truppe dann auf die Abfahrt in Richtung Jühnde starten. Kurz vor Jühnde dann ein weiterer Reifenplatzer bei Joachim. Entnervt entschied er keinen weiteren Schlauch zu wechseln, sondern mitsamt Rad in den Bus einzusteigen. Dieser war nun mit 4 Personen und 4 Rädern voll beladen, so dass ab jetzt nichts mehr schief gehen durfte!

Über Mariengarten und Volkerode trafen wir wieder auf die Hintour. Hinter Niedernjesa wurden wir von einem „freundlichen“ Polizisten dazu aufgefordert hintereinander zu fahren. In einer so großen Truppe darf man zwar eigentlich in Zweierreihe fahren, jedoch hatte niemand Lust zu diskutieren. Kurz hinter der Kontrolle fuhren wir wieder in Zweierreihe weiter 😉 Bis Seuligen fuhren wir die Hintour bis Germershausen und dann weiter nach Gieboldehausen, glücklicherweise ohne weitere Vorkommnisse. In Gieboldehausen machten wir noch einen kurzen Stopp an einer Eisdiele, bevor sich die Truppe auflöste. Ein paar fuhren zurück zum Laden, wo Markus sein Rad in der Werkstatt von BENObikes einem Erstcheck unterzog und ich mich für meine Fahrt zur Arbeit morgen mit einem neuen Ersatzschlauch ausstatten konnte. Nach etwas über 105 Kilometern mit 1100 Höhenmetern, endete eine sehr ereignisreiche Tour, die wir in dieser Form jedoch nicht wiederholen müssen 😉

Vielen Dank an Michael K. für die Fotos!

http://connect.garmin.com/activity/297835857

2013-04-13_Hoehenprofil

Distanz: 105.89 km
Zeit: 3:57:50
Ø Geschw: 26.7 km/h
Positiver Höhenunterschied: 1,101 m
Kalorien: 2,163 cal
Ø Temperatur: 12.4 °C

2013-04-14_HF

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