Dienstag, 11.10.2011 – Blue Mountains -> Sydney & Ari’s Geburtstag

Heute hat Ari Geburtstag! Um 7:30 Uhr klingelte der Wecker und ich gratulierte ihr als erstes.
Viki wollte dann auch zum kuscheln kommen und kroch unter unsere Decke. Die Nacht im Zimmer war kalt und Ari musste sich noch eine zweite Decke holen. Beim Aufstehen stellten wir dann fest, dass die Klimaanlage auch heizen könnte, wenn die Fernbedienung funktionieren würde…
Wir machten uns fertig und frühstückten unsere letzten Crunchy Nuts, dazu eine Tasse Kaffee.
Danach packten wir zum letzten Mal unsere Sachen in das Auto und fuhren direkt zur Scenic-World, wo wir die Attraktionen der Blue Mountains erleben wollten. Dort kauften wir uns ein Kombitiket, mit dem wir alle drei Bahnen (er)fahren konnten. Die Scenic-World (http://www.scenicworld.com.au/) besteht aus der „Scenic Railway“, der steilsten Seilzug getriebenen Bahn der Welt mit einem maximalen Gefälle von 52 Grad, der Scenic-Cableway“, einer Seilbahn, die ebenso steil wieder auf den Berg hinauf schwebt und der „Scenic-Skyway“, einer weiteren Steilbahn, die über eine 270 Meter tiefe Schlucht schwebt. Das Ticket kostete für uns drei 70 Dollar. Zuerst fuhren wir mit der „Scenic-Railway“ nach unten. Die Sitze waren ein wenig nach hinten positioniert, so dass man eine leichte Liegeposition hatte. Dazu hatte man vor sich eine Fußbank, auf der man sich abstützen konnte. Wenige Minuten später, wussten wir warum. Ein Wahnsinn, wie steil diese Bahn herunterfuhr. Man überwindet in nur knapp 60 Sekunden 250 Höhenmeter über eine Länge vor nur 450 Metern.
Unten angekommen, hatte man dann die Möglichkeit, die Vegetation der Blue Mountains näher zu erkunden. Hierzu gibt es drei verschieden lange Wege, die über Holzpfade knapp über den Boden hinweg führen. Informationstafeln, erklären die Flora und Fauna. Des Weiteren hätte man ebenfalls die Möglichkeit, von hieraus das komplette Tal zu durchwandern und zum krönenden Abschluss die Giant Stairways nach oben zu kraxeln. Das war aber für unseren Zeitplan zu eng und für Viki eh nicht machbar. So entschieden wir uns für die längste Tour, die in etwa 50 Minuten dauerte. Am Ende des Rundwanderweges angekommen, stiegen wir in die „Scenic-Cableway“ und fuhren wieder zum Ausgangsort zurück. Geschickterweise wird man immer durch einen Souvenirbereich geführt und so können – hauptsächlich Japaner – nicht umhin, doch das ein oder andere überteuerte Mitbringsel einzukaufen. Als ob hier die einzige Möglichkeit zum Kauf von T-Shirts und Stofftieren wäre… Außerdem fiel mir wieder einmal auf, dass die Souvenirbranche doch ein wenig einfallslos geworden ist, da auch hier wieder T-Shirts mit den gleichen Motiven nur mit einem angepassten Ortsnamen versehen, verkauft werden.
Weiter ging es zur 720 Meter langen „Scenic-Skyway“, die uns von einer zur anderen Seite der Schlucht brachte. In der Mitte der Gondel gab es einen Glasboden, für Viki natürlich die Attraktion schlechthin. Man hatte einen grandiosen Blick auf die Katoomba-Falls, die Three Sisters und die gesamte Schlucht, die irgendwie einen Vergleich zu einem „bewaldeten Grand Canyon“ nahe legt. Nach knapp 2 Minuten waren wir auf der anderen Seite angelangt und liefen hier zwei kurze Wege zum Cliff-Lookout und zum Cascades-Lookout oberhalb der Katoomba-Falls. Da es bereits 10:45 Uhr war, machten wir uns anschließend auf den Rückweg und schwebten ein weiteres Mal über die 270 Meter tiefe Schlucht.
Danach hieß es gegen 11:30 Uhr Abschied nehmen, da wir ja heute noch den letzten Weg mit unserem Mitwagen nach Sydney antreten mussten.
Am Auto angekommen, wurde das Navi programmiert, welches aber leider unsere Autovermietung nicht kannte. Aber egal, erst einmal loskommen… Die Fahrt führte uns zum grossen Teil über Highways und nach knapp einer Stunde waren wir bereits in den ersten „Suburbs“ von Sydney angekommen. Zwei geplante Lookouts ließen wir ausfallen. Dann ging das Gewusel los, aber eigentlich fanden wir uns gut zurecht. Knapp 15 Kilometer vor dem Hotel, tankten wir das Auto noch einmal voll und fuhren dann zum Hotel. In der Innenstadt war dann natürlich richtig was los und wir mussten zwei Mal kreiseln, bis wir das Hotel fanden und ich eine Möglichkeit hatte, Ari rauszulassen. Zuerst hielten wir am falschen Hotel an, einem schäbigen „Stundenhotel“, wie sich im Nachhinein herausstellte… Beim zweiten Versuch fanden wir dann das richtige Hotel und ich blieb frech im Halteverbot stehen, während Ari schnell versuchte herauszufinden, wo wir zum Koffer entladen parken könnten.
Nach kurzer Zeit war sie wieder draußen und wir konnten in die Tiefgarage des Hotels fahren. Nach dem Einchecken und Gepäck aufs Zimmer bringen, fuhren wir dann gleich wieder los, um das Auto los zu werden. Auch hier benötigten wir drei Anläufe, um endlich am richtigen Gebäude anhalten zu können. Das Auto musste dann in einer Tiefgarage abgestellt werden und wurde vor der Einfahrt von Sicherheitsbeamten untersucht. Da wir ja bereits alle Sachen herausgenommen hatten, ging dann alles ganz schnell und wir bekamen unsere Rechnung für den Kindersitz über 80 Dollar.
Autolos liefen wir zuerst in Richtung „Harbour Bridge“ und „Sydney Oper“. Hier durchquerten wir den „Royal Botanic-Garden“. Viki war schon ganz aufgeregt und als sie endlich die Oper sah, wollte sie unbedingt hinein. Wir hielten uns einige Zeit dort auf und machten Fotos. Das Wetter war herrlich und es war trotz eines kalten Windes die meiste Zeit gut ohne Jacke auszuhalten.
Um 17:00 Uhr steuerten wir auf „The Rocks“ zu und beschlossen bei einem Italiener mit gutem Blick auf die „Harbour Bridge“ zu essen. Es war zwar noch recht früh, aber wir wollten danach noch in das Aquarium. Ari bestellte eine Pizza, für Viki nahmen wir Spaghetti Bolognese und ich nahm, endlich mal wieder, einen Salat. Dazu noch einen Bruchetta und zwei Gläser Rotwein. Als das Essen kam, schauten wir uns an uns sagten beide gleichzeitig: „Und danach zu Hungry Jacks?“. Die Pizza ging als Kinderpizza durch und mein Salat war auch nicht wirklich groß. Es war aber wirklich lecker und außerdem Ari’s Geburtstag. Zum Schluss bezahlten wir für ein leckeres Essen 85 Dollar und waren auch tatsächlich satt. Weil wir Viki schon eine ganze Zeit ein Eis versprochen hatte, holten wir von McDonalds noch ein McFlurry und schoben dann am Hochseeterminal vorbei zu The Rocks. Hier wurde aber nur ein kurzer Stopp eingelegt, weil wir gleich weiter zum Aquarium wollten. Wir kamen dort um 19:15 Uhr an und beschlossen, gleich ein Kombipass mit Sydney Tower zu kaufen. Der Kassierer machte uns darauf aufmerksam, dass das Aquarium aber um 20:00 Uhr zumacht. Das wäre natürlich zu knapp und würde dieser tollen Attraktion auch gar nicht gerecht werden. Also sagten wir, dass wir die Tickets erst morgen kaufen würden. Aber der nette Angestellte sagte uns, wir könnten die Tickets auch heute kaufen, für die 45 Minuten kostenlos in das Aquarium gehen und morgen damit noch einmal rein kommen. Wir fragten noch einmal, ob wir das wirklich richtig verstanden hätten und er bestätigte. So liefen wir im Schweins-Gallop einmal durch das ganze Gewirr von Becken und landeten um kurz vor 20:00 Uhr am großen Becken und beobachteten noch ein paar Minuten die Haie.
Danach gingen wir quer durch die Stadt zurück zum Hotel. Zum Glück haben wir mit dem Travelodge ein sehr zentrales Cityhotel gebucht, von wo wir so ziemlich alles zu Fuß erledigen können. Jetzt sind wir alle ziemlich groggy. Es ist nun 22:00 Uhr. Ari und Viki schlafen bereits und ich mache jetzt auch die Augen zu.

11.10.2011: Blue Mountains -> Sydney