Donnerstag, 06.10.2011 – Lamington Nationalpark -> Coffs Harbour

Heute morgen sind wir bereits um 7.00 Uhr aufgestanden, da wir eine ziemlich lange Etappe vor uns hatten. In der Nacht hatte es heftig geregnet und es war mit knapp 10 °C auch nicht gerade warm. Der Blick aus dem Fenster verhieß für heute nichts Gutes. Die Berge waren ziemlich nebelverhangen. Dafür begrüßte uns direkt unter unserem Balkon ein kleines Wallaby. Wir frühstückten kurz und machten uns für die Abfahrt fertig. An der Rezeption erfuhren wir, dass das Wetter für die Gegend weiterhin schlecht bleiben soll. Ändern können wir es ja eh nicht…
Gleich hinter der Anlage verabschiedeten sich noch einmal drei Wallabys von uns, bevor es durch den düsteren Regenwald ging. Viki war ganz erstaunt, und meinte, dass wir ja durch Urwald fahren würden. Klar, sie hatte auf der Hinfahrt geschlafen und so nichts von der Gegend mitbekommen. Unterwegs sahen wir noch ein paar große graue Kängurus an den Hängen stehen. Die knappen 30 Kilometer bergab waren wieder eine ganz schöne Kurbelei und Ari und Viki war beiden ein wenig schlecht…
Unten angekommen fuhren wir in Richtung Surfers Paradies. Obwohl unser Tank noch zur einem Viertel voll war, drängte Ari dazu an die Tankstelle zu fahren. Dann bekommt sie halt ihren Willen.
In Surfers Paradies angekommen, fuhren wir zum Q1-Tower, dem höchsten Wohngebäude der Welt mit einer Aussichtsplattform im 77. und 78. Stock. Die Fahrt nach oben auf das Observation-Deck war mit 21 Dollar pro Person ganz schön heftig, aber die Aussicht war grandios! Der Blick reicht bei gutem Wetter wohl bis Brisbane. Leider hatten wir keine so gute Fernsicht, aber bis zu den Bergen, aus denen wir vor knapp 90 Minuten gestartet waren, konnte man sehen. Dazu die Brandung am tollen breiten Sandstrand unter uns.
Nach einer knappen Stunde ging es weiter durch viele Orte, die sich zu „Surfers Paradies“ zusammengeschlossen hatten, unter anderem durch Miami Beach 😉
Wir fuhren dann von der Coast Road auf den Pacific Highway, um ein wenig Zeit gut zu machen, da es sowieso gerade wieder anfing zu regnen.
Um kurz 12:20 Uhr kamen wir dann an unserem zweiten geplanten Zwischenstopp, dem Lighthouse von Byron Bay an. Hier kostete bereits das Parken 7 Dollar für eine Stunde! Vor ein paar Wochen haben wir noch davon geschwärmt, dass Australien nicht an jeder Ecke eine Touristen-Abzocke ist und dann das! Na gut, wir sind ja auch nur einmal hier! Also parkten wir zähneknirschend, nachdem Ari versucht hatte, mit dem Parkwächter zu verhandeln…
Auf dem Weg zum Leuchtturm boten sich ein paar tolle Ausblicke, da dieser sicher mehr als hundert Meter über der tosenden Brandung auf einem vorgelagerten Felsen steht. Ein Weg mit mehreren Aussichtsplattform führte hinunter zum Meer. Auf der ersten Plattform konnten wir dann eine Wal-Mutter mit ihrem Jungen beobachten. Das war echt toll, obwohl die beiden ziemlich weit entfernt waren. Damit stand jedoch fest, dass wir entweder in Coffs Harbour oder in Port Stephens unbedingt eine Whale-Watching Tour buchen mussten. Wir folgten dem Weg noch einige hundert Meter nach unten und machten dann unser kleines Mittags-Picknick mit Blick auf den tosenden Pazifik bei knapp 20 °C. Anschließend machten wir dann noch ein besonderes „Beweisfoto“ am östlichsten Punkt Australiens.
Nach einer knappen Stunde ging es weiter. Wir hatten ja noch knapp 250 Kilometer hinter uns zu bringen. Nachdem wir wieder auf dem Pacific Highway angekommen waren, ging es wieder ein wenig flotter. Wir entschieden uns, jetzt erst einmal „Strecke zu machen“, damit wir nicht erst im Dunklen angekommen. Um 16:40 Uhr waren wir dann endlich in unserem Hotel, dem Opal Cove Coffs Harbour. Ein schickes Hotel, ein wenig außerhalb von der Ortschaft. Wir brachten unser Gepäck auf das Zimmer und wollten noch ein paar Lebensmittel bei Coles einkaufen, bei dem wir kurz vor der Ankunft vorbei gekommen waren. Mein Blick fiel auf den Radiowecker und ich wollte Ari gerade fragen, warum es denn wohl kein Hotel gibt, wo die Uhren richtig gehen, als ich mich fragte, ob wir hier tatsächlich noch einmal eine Zeitverschiebung haben könnten. Meine Nachfrage bei der Rezeption bestätigte meinen Verdacht! Wir hatten vor kurzem die Staatsgrenze von Queensland nach New South Wales passiert und hier ist es noch einmal eine Stunde später! So machten wir uns um 18:00 Uhr auf den Weg zum einkaufen und waren um 19:00 Uhr wieder zurück, als es bereits fast dunkel war. Und wieder wurde uns eine Urlaubs-Stunde gestohlen…
Im Hotel angekommen, stellten wir unsere Sachen schnell im Zimmer ab, und kümmerten uns um einen Ausflug für den kommenden Tag. Dann liefen wir noch einmal schnell zum Strand bevor es ganz dunkel würde. Wieder auf dem Zimmer angekommen, konnten wir dann endlich um kurz vor 20:00 Uhr Abend esssen. Mittlerweile ist es 22:10 Uhr und das Laptop schreit nach Strom und Ari nach einem Gutenacht-Kuss. Und Viki grinst mich gerade mit Kopfhörern und Benjamin Blümchen im Ohr an, obwohl sie schon lange schlafen sollte…

06.10.2011: Lamington NP -> Coffs Harbour