Samstag, 01.10.2011 – Fraser Island -> Noosa Heads

Heute morgen konnten wir ein bisschen länger schlafen, da unsere Fähre zurück zum Festland erst um 10:30 Uhr ablegte. Aber um 7:15 Uhr war die Nacht dann trotzdem vorbei. Heute wurden wir nicht von der Sonne geweckt, sondern es war ein wenig bewölkt und sehr windig. In der Nacht haben unsere Nachbarn uns ein wenig auf Trab gehalten, da sie wohl der Meinung waren, die Einzigen im Hotel zu sein. Um kurz vor Acht waren wir dann zum Abmarsch bereit. Beim Frühstück haben wir uns das erste Mal in diesem Urlaub so richtig Zeit genommen. Erst um kurz vor Neun waren wir zurück auf dem Zimmer und packten die letzten Sachen. Die Koffer waren bereits abgeholt.

Als wir dann alle Schränke durchsucht hatten, gingen wir noch einmal zum Strand. Es war gerade Flut und so war fast kein Strand mehr zu sehen. Um kurz vor Zehn gingen wir noch einmal zur Rezeption um noch mal auf’s Klo zu gehen, bevor wir mit dem Bummelzug wieder zum Fährableger gebracht wurden. So langsam klarte es auf, jedoch war das Wasser durch den Sturm ziemlich aufgewühlt. Wir setzten uns wieder nach oben und waren froh, dieses Mal Jacken zu haben.

Nach knapp 45 Minuten legten wir in River Heads an und wurden mit dem Bus zur Anmeldung gebracht. Das Gepäck wartete schon und so saßen wir um 11:40 in unserem Auto in Richtung Noosa Heads.

Die ersten Kilometer gingen schnell vorbei, fast ohne Baustelle. Dann bogen wir auf den Tourist Scenic Drive in Richtung Tin Can Bay und Rainbow Beach ab und waren um kurz vor 13:00 Uhr an unserem ersten Etappenziel Tin Can Bay angekommen. Leider konnten wir keine Delphine am Strand entdecken. Sicher werden die Delphine nur morgens oder abends an den Strand kommen. So lange hatten wir dann aber doch keine Zeit. So aßen wir einen Apfel und eine Orange und schauten ein wenig auf das türkise Meer und einigen Anglern beim vergeblichen Versuch zu, einen Fisch zu fangen.

Nach einer halben Stunde ging es dann weiter. Das Navi gab uns bei der Eingabe unseres nächsten geplanten Etappenzieles Rainbow Beach noch über 170 Kilometer bis Noosa Heads an. Wir wollten aber heute einmal nicht so spät ankommen und entschieden uns direkt durchzufahren was uns knapp 60 Kilometer einsparte.

Die Fahrt war recht unspektakulär. Die Gegend erinnerte uns stellenweise an den Harz. Einige Zeit fuhren wir durch künstlich angelegte Nadelwälder. Die Gegend an sich wurde jedoch mit jedem Kilometer in Richtung Süden wieder grüner und bergiger. Um 15:00 Uhr kamen wir in Noosa an und nach einiger Orientierungslosigkeit checkte uns Ari im Ocean Breeze ein. Das Parken ist hier eine echte Herausforderung und so waren wir um so glücklicher, dass das Hotel über eine eigene Tiefgarage verfügt.

Auf dem Zimmer waren wir dann wieder einmal positiv überrascht. Das wir 2 Schlafzimmer hätten, wussten wir ja aus der Hotelbeschreibung, aber dass es eine Maisonette-Wohnung mit 2 Schlafzimmern und 2 Bädern ist, mit 5 Meter hohen Räumen und Fensterfronten, hätten wir nicht für möglich gehalten!

Eine kurze Pause und wir zogen die Flip-Flops an und erkundeten erst einmal das kleine Städchen mit seinem genialen Strand. Das Thermometer zeigte dazu etwas über 30 °C an. Ja so könnte man es aushalten. Leider war es ziemlich windig, um genau zu sein, sogar stürmisch, so dass der aufgewirbelte Sand ziemlich piekte. Wir gingen ein wenig am Strand entlang und Viki konnte ein wenig toben, bis wir dann in die Fußgänger-Zone abbogen, um Postkarten und eventuell das ein oder andere Souvenir zu kaufen.

Postkarten waren schnell gefunden; nur bei den Briefmarken fragte Ari sicherheitshalber noch einmal nach, ob sie sich vielleicht verhört hätte: 1,65 Dollar für eine Briefmarke sind dann doch recht happig!

Zum Sonnenuntergang gingen wir noch einmal zurück zum Strand. Der Wind hatte sich ein wenig gelegt und so saßen wir (Ari und ich) hier noch eine halbe Stunde und schauten uns das Treiben an. Viki turnte über den Strand und hatte Ihren Spaß mit Sandbällchen machen und über Sandlöcher hüpfen.

Um 18:00 Uhr war es dann fast dunkel und so gingen wir auf Nahrungssuche. Da die Preise mal wieder unverschämt hoch waren, entschieden wir uns mal wieder für Subways. Es ist schier unmöglich, ein normales Gericht für unter 30 Dollar zu erhalten. Somit ist für uns Subways eine Möglichkeit halbwegs gesund zu Essen.

Wir aßen dann aber auf dem Zimmer. Wir sind alle ziemlich groggy. Mich quälten heute bereits den ganzen Tag Kopfschmerzen, die durch die lange Autofahrt auch nicht besser wurden. Ari ist sowieso momentan nicht ganz so gut drauf und so waren wir froh, als Viki von sich aus bereits um kurz nach 19:00 Uhr darum bat, ins Bett zu dürfen. Das kommt zu Hause ja nicht allzu oft vor.

Somit ist das Tagebuch bereits um 19:30 Uhr fertig geschrieben und werden den Tag jetzt mit ein wenig ausspannen ausklingen lassen, bevor es morgen nach Brisbane geht.

01.10.2011: Fraser Island -> Noosa Heads